industrial technology
Wachsende Komplexität braucht neue Konzepte
britta biron 06.02.2015

Wachsende Komplexität braucht neue Konzepte

LogiMat 2015 Nächste Woche findet in Stuttgart eine der wichtigsten Fachmessen für die Intralogistik-Branche statt

Zahlreiche Fachforen behandeln die Zukunftsthemen Industrie 4.0, Big Data und Internet der Dinge.

Stuttgart. Mit mehr als 1.100 internationalen Ausstellern (+ 10%) aus 27 Ländern, 85.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche (+13%) sowie 25 Fachforen mit mehr als 100 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft ist die LogiMat 2015 die bisher umfangreichste Leistungs-schau der Intralogistik-Branche.

Viel wichtiger allerdings ist neben der reinen Größe, die thematische Vielfalt und die starke Fokussierung vor allem auf die Zukunftsfelder Industrie 4.0, Inter­net der Dinge und Big Data, von denen sich auch die Intralogistik, wie die anderen Industriebereiche, viel verspricht und die sich im heurigen Messemotto „Komplexität beherrschen – Zukunft intelligent gestalten” widerspiegeln.

Intralogistik der Zukunft

„Die Anwender wollen Transparenz und Effizienz in ihren Prozessen, um die wachsende Komplexität zu beherrschen und – wo möglich – in einen Nutzen zu wandeln. Parallel dazu haben sowohl die wirtschaftliche Entwicklung wie auch die jüngsten Forschungsansätze und die immer kürzeren Entwicklungsintervalle der verschiedensten Technologiebereiche nachhaltige Auswirkungen auf die Intralogistik. Viele Neuheiten werden auf der LogiMat erstmals dem internationalen Fachpublikum vorgestellt; ein besonderes Gewicht fällt dabei der optimierten Vernetzung sowie der intelligenten Einbindung jüngster Entwicklungen der Digitalisierung und Technologien, etwa aus den Bereichen Sensorik, Bilderfassung oder neuer Verbundstoffe, zu”, so Peter Kazander, COO der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München, dem Veranstalter der LogiMat. Auf der TradeWorld, die zum zweiten Mal im Rahmen der LogiMat stattfindet, steht die zuneh-mende Verknüpfung von Handelsprozessen und Intralogistik im Mittelpunkt, darunter Value Added Services wie Displaybau, Retourenmanagement und Konfektionierung, Etikettenlösungen und -systeme oder eine Prognosesoftware für Bestandsoptimierung, Absatzplanung sowie Beschaffungs- und Retourenmanagement. Weltweit erstmals gezeigt wird ein neu­artiges Systemkonzept eines vollautomatisierten, Tablar-basierten Lagersystems, das ohne konventionelle Fördertechnik auskommt. „Durchwegs Systeme und Lösungen für mehr Flexibilität, Transparenz und eine weiter verbesserte horizontale oder vertikale Integration”, so Messechef Kazander. Diese Merkmale bestimmen klarerweise auch das Lösungsspektrum der IT-Anbieter in der „Software-Halle” 7.„Die zweite wichtige Säule der LogiMat ist auch heuer „der Know-how- und Wissenstransfer der Wirtschaftsunternehmen untereinander wie auch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft”, so der Messeleiter. Neben täglichen Live-Events und Vortragsreihen der Aussteller bietet das hochkarätige Rahmenprogramm Informationen auf internationalem Kongress­niveau.

Hochkarätige Fachforen

In Zusammenarbeit mit führenden Fachinstituten wie u.a. AIM Deutschland, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) oder dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) diskutieren an den drei Messetagen auf sieben Forenflächen mehr als 100 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Fachmedien. Allein 31 Vorträge behandeln den Bereich rund um die großen Zukunftsthemen, so etwa Materialfluss in der Industrie 4.0, Kommissionieren 4.1, Fahrerlose Transportsysteme (FTS) oder intelligente & mobile Auto-ID Systeme. Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer AIM-D e.V. – Deutschland – Österreich – Schweiz, wird in seinem Beitrag auf die verschiedenen Möglichkeiten der automatische Identifikation in den Produktionslinien und Lieferketten eingehen.„Anwender stehen bei der Umsetzung von Industrie 4.0 immer wieder vor der Aufgabe, die richtigen Technologien auszuwählen. Dabei ist es selten so, dass eine einzige Technologie allein alle Anforderungen erfüllt. In diesem Forum illustriere ich gemeinsam mit vier weiteren Experten die Möglichkeiten dieser Technologien am Beispiel geeigneter Unternehmensabläufe”, sagt er. Darüber hinaus können sich die Fachbesucher mit dem IFT-Tag des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT) an der Universität Stuttgart am zweiten Messetag unter dem Motto „Intralogistics – Future – Technology” einen Überblick über neue Technologien in der Intralogistik verschaffen. Tägliche Live-Events zum Thema „Ladungssicherung” (Halle 5, Stand 5D71), das AIM Tracking & Tracing Theatre (Halle 4, Stand 4F03) oder das Logistics Innovation Forum (Halle 7, Stand 7A71) runden das informative Begleit­programm der Fachmesse ab.

Große Staplerparade

Auch in der Intralogistik der Zukunft wird ohne Stapler & Co kaum etwas laufen. Diese gehen bzw. fahren aber auch mit der Zeit, wie die mehr als 50 Aussteller, ­darunter alle führenden deutschen Staplerhersteller wie Jungheinrich, Linde und Still sowie international namhafte Anbieter wie Combilift aus Irland, die niederländischen Doosan Industrial Vehicles, die türkische Kama AS oder die Ningbo Ltd. aus China, zeigen. „Diese Konzentration im Stapler- und Flurförderzeugebereich bietet weltweit keine andere Intralogistikmesse”, so Kazander. Die meisten Hersteller zeigen neben aktuellen Baureihen auch Neuheiten: Jungheinrich etwa den Horizontal-Kommissionierer und Still und Linde Fördertechnik neue Schubmaststapler.Hervorzuheben ist auch der Frog UniMover der Frog AGV Systems, ein komplett neues Universal-Fahrzeug, bei dem sich das Chassis eines 3-Rad-Fahrzeug mit 1.500 kg Nutzlast durch Aufbauten für unterschiedlichste Anwendungen, etwa Montageplatten oder einen Hubtisch, flexibel auf die jeweiligen Anforderungen der Nutzer zuschneiden lässt. www.logimat-messe.de

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