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Weitere Einschnitte bei Karstadt
27.01.2015

Weitere Einschnitte bei Karstadt

Kaufhäuser Bis zu 30% niedrigere Produktivität

Essen. Beim krisengeplagten deutschen Warenhauskonzern Karstadt des Tiroler Immo-Investors René Benko drohen den Beschäftigten wieder schmerzhafte Einschnitte. Neben der bereits bekannten Streichung von 2.000 Stellen sollen weitere 1.100 Mitarbeiter von Verkaufsberatern zu Regaleinräumern degradiert werden – das befürchtet Aufsichtsratsmitglied Arno Peukes von der Gewerkschaft Verdi. Somit sollen die Betroffenen, laut Bericht der Süddeutschen Zeitung, pro Monat 300 Euro weniger verdienen als bisher.

Menschenleerer SB-Bereich

„Wir brauchen Berater und keine menschenleeren Selbstbedienungsbereiche; das steht im großen Widerspruch zu den bisherigen Konzepten und Aussagen des Eigentümers, der Kunde werde künftig im Mittelpunkt stehen”, kommentiert Peukes (Verdi). Die Beschäftigten seien durchaus bereit, beim Umbau konstruktiv mitzuwirken. „Aber das ergibt nur Sinn, wenn es einen klaren Plan gibt, der langfristig den Weg zu einem erfolgreichen Warenhaus aufzeigt.” Aus Kreisen des Unternehmens hieß es indes, es handle sich nicht um eine „Degradierung” der Mitarbeiter. Im Vergleich zur Konkurrenz liege die Produktivität bei Karstadt 25 bis 30 Prozent niedriger; also müssten Arbeitsabläufe angepasst werden.Erst kürzlich hatte der angeschlagene Warenhauskonzern deutliche Umsatzeinbußen im wichtigen Weihnachtsgeschäft eingeräumt.(red)

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