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Wenig Motivation zur Reduktion
13.02.2015

Wenig Motivation zur Reduktion

CO2-Zertifikate Forscher fordern Mindestpreise

Potsdam. Nach einer aktuellen Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erfüllen die aktuellen CO2-Zertifikate, die Unternehmen zur Reduktion ihrer Emissionen motivieren sollen, ihren Zweck nicht. Grund sei vor allem, dass der Preis für die Papiere viel zu niedrig ist. Daher schlagen die PIK-Autoren nun die Einführung eines Mindestpreises für den Ausstoß von CO2 vor.

Neue Fördermaßnahmen

Weil dies allein politisch heikel wäre, sei zudem auch ein „neuartiges Politikpaket” nötig. Dazu gehörten unter anderem eine bessere Förderung Erneuerbarer Energien, ein Verzicht auf den Bau neuer Kohlekraftwerke sowie neue Anstrengungen bei der umstrittenen Technik zur unter-irdischen Abscheidung von Kohlenstoff (CCS). Die Förderung neuer Techniken könne verschiedene Formen annehmen: Einspeisetarife, Quoten oder Steuererleichterungen für sauberen Strom. „Sie kann aber auch die direkte Förderung von Forschung und Entwicklung umfassen”, so die Forscher. Allerdings sei eine reine Ökoförderung nicht zielführend: „Wenn die Politik sich darauf beschränkt, ausschließlich die Erneuerbaren Energien auf den Markt zu bringen – so wie derzeit in Deutschland –, wird weniger Gas genutzt, während die Nutzung von billiger, aber schmutziger Kohle unverändert hoch bleibt oder sogar zunimmt.” www.pik-potsdam.de

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