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Weniger „schmutziger” Strom
13.03.2015

Weniger „schmutziger” Strom

Verbund Leichtes Plus bei Strom aus Wasserkraft

Wien. Der Verbund hat 2014 wegen einer Halbierung der thermischen Produktion weniger Strom erzeugt. Die Wasserkrafterzeugung stieg laut Geschäftsbericht um 0,8 Prozent. Aus ihr stammten mit 31.188 GWh rund 92 Prozent der gesamten Stromproduktion des Verbund.

Der Investitionsplan wurde an die Änderungen am europäischen Strommarkt angepasst und gestrafft, teilte der Verbund mit. Das seit zwei Jahren laufende Kostensenkungsprogramm bringe bis Ende 2015 kumulierte Einsparungen von 165 Mio. Euro – mehr als die ursprünglich angepeilten 130 Mio. Euro. Der zweiten Teil des Job-Abbaus – nochmals 250 Stellen bis zum Jahr 2020 – soll 20 bis 30 Mio. Euro bringen, sagte Generaldirektor Wolfgang Anzengruber bei der Bilanzpräsentation.

Rückläufige Erlöse

Der Stromabsatz stieg um 1,1 Prozent auf 50.823 GWh. Dabei gab es bei den Endkunden ein Minus von sechs Prozent auf 9.485 GWh, die wettbewerbsbedingten Rückgänge bei ausländischen Kunden (minus 848 GWh) hätten durch den Anstieg im Inland (+240 GWh) nicht ausgeglichen werden können. An Weiterverteiler wurden mit 22.105 GWh um 2,3 Prozent mehr Strom abgegeben. Die Stromerlöse sanken um 10,8 Prozent auf 2,43 Mrd. Euro. Die durchschnittlichen Absatzpreise fielen von 48,1 Euro auf 39,1 Euro je Megawattstunde. 2015 bis 2017 werden man in Österreich und Deutschland 870 Mio. Euro investieren.(APA/red)

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