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Van Swieten Saal, MedUni Wien, 1090 Wien
14:0012 Sep 2019
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    Schau mal, wer da spricht! Sprachliche Zukunftsszenarien mit künstlicher Intelligenz.

    Beim Schach haben die intelligenten Maschinen längst die Nase vorne, beim Argumentieren scheinen die Menschen derzeit noch überzeugender zu sein: Das Programm „Project Debater“ von IBM hat im Februar 2019 eine Debatte gegen seinen Herausforderer aus Fleisch und Blut verloren.

    Speziell im Zusammenhang mit der Sprache erlebt die Künstliche Intelligenz derzeit eine rasante Entwicklung. So hat die automatische Spracherkennung im letzten Jahrzehnt immense Fortschritte gemacht und mit Alexa, Cortana, Siri & Co nicht nur die Smartphones, sondern mittlerweile auch die Wohnzimmer erobert. Die „persönlichen Assistenten“ sagen uns nicht nur das Wetter, sondern vereinbaren beispielsweise eigenständig Friseurtermine, lassen sich unsere E-Mails diktieren oder räumen für uns die Sprachbarrieren in einem fremden Land aus. Weniger genutzt werden zur Zeit noch Einkäufe und Buchungen über solche Systeme, auch wenn man diese mit einem einzigen Satz delegieren könnte. Hier wirft der Siegeszug dieser Technologie doch die eine oder andere Frage auf: Nach welchen Kriterien entscheidet mein „persönlicher Assistent“ denn nun, wohin er mich zum Essen schickt, wo er meine Schuhe kauft oder in welchem Hotel er mich unterbringt? Selbst wenn er alle meine persönlichen Vorlieben kennt und berücksichtigt, wird in den seltensten Fällen nur eine Möglichkeit bestehen.

    Aber auch abseits dieser digitalen Assistenten tut sich sprachbezogen einiges: Künstliche Intelligenz kann mittlerweile Texte – auch künstlerische – verfassen, die zumindest in Teilbereichen mit den Inhalten ihrer menschlichen Pendants durchaus mithalten können, eine qualitativ hochwertige Zusammenfassung eines langen Textes erstellen oder Richterinnen und Richter bei ihren Entscheidungen unterstützen – Estland arbeitet daran, diese bei kleinen Rechtsstreitigkeiten überhaupt durch KI zu ersetzen. Facebook hat kürzlich unter anderem die Stimme von Bill Gates geklont und das MIT entwickelt eine Künstlichen Intelligenz, die Sprache so lernt, wie Kinder das machen. Dadurch soll sich der Trainingsaufwand reduzieren und eine Unterhaltung zwischen Menschen und Maschinen natürlicher werden.

    Zum Internet Summit Austria 2019 haben wir eine Reihe von Expertinnen und Experten eingeladen, die uns mit interessanten Vorträgen und spannenden Diskussionen einen tieferen Einblick in den aktuellen Stand und in die Zukunft des Themengebiets Künstliche Intelligenz und Sprache geben.