AUTOMOTIVE BUSINESS
© FH St. Pölten

Dirk Arnold (4.v.li., Hauptabteilungsleiter Produktmanagement BMW i und eMobility) und Harald Wimmer (1.v.re.), stellvertretender Studiengangsleiter Media- und Kommunikationsberatung) mit Studierenden.

Jürgen Zacharias 19.01.2017

„Brand Slam“ der FH St. Pölten

Dirk Arnold, Leiter des Produktmanagements BMW i und e-Mobilität, lieferte im Rahmen der Brand-Slam-Vortragsreihe des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten spannende Einblicke in die Produktentwicklung und Markenführung des Auto

ST. PÖLTEN. Unter dem Titel „Brand Slam“ lädt der Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten regelmäßig Experten ein, um über die Themen Marken und Markenführung zu diskutieren. Kürzlich gewährte Dirk Arnold, der beim BMW i und der e-Mobilität für das Produktmanagement verantwortlich ist, im Rahmen der ersten Brand-Slam-Veranstaltung im neuen Jahr interessante Einblicke in die Produktentwicklung des Elektroautos BMW i3.
 
Arnold skizzierte in seinem Vortrag den immer schneller werdenden technischen Wandel, welcher sich durch sämtliche Branchen zieht. „Die Menschen sind es mittlerweile gewohnt, alles mit einem Klick zu erreichen. Das stellt auch die große Herausforderung für die Automobilindustrie dar – denn es ist wichtig, im Takt der Kundenkultur zu ticken“, so Arnold. Durch die zunehmende Verstädterung in den vergangenen Jahrzehnten wurde außerdem das Autofahren in urbanen Gebieten immer schwieriger. „Dadurch war klar, dass auch an unserem Geschäftsmodell etwas geändert werden musste; 2006 fiel daher der Startschuss für den BMW i3.“
 
Mit dem Start des „Project i“ wurde laut Arnold bei BMW ein neues Konzept für den BMW i3 entwickelt. „Elektroautos müssen sich von Anfang bis Ende auszahlen. Denn die letzte Kaufentscheidung ist immer emotional bestimmt“, so Arnold. Neben der Innen- und Außenausstattung mit nachhaltigen Materialien stand hierbei für BMW speziell der Ausbau des E-Tankstellen-Netzes im Fokus, welches mittlerweile 40.000 Stellen in 25 Ländern umfasst. Um dem Parkplatzproblem in urbanen Gebieten entgegenzutreten, wurde außerdem das Carsharing-Programm „Drive Now“ entwickelt.
 
Dirk Arnold beendete seinen Vortrag mit einem interessanten Ausblick auf die Zukunft der Mobilindustrie: „Wenn Sie eine Marke aufbauen, müssen Sie immer auch die Zukunft im Blick haben. In den kommenden Jahren wird es immer weniger um das Auto und das Fahren, sondern um die Services gehen. Ziel wird sein, das Auto mit dem Rest der Welt zu verbinden und Artifical Intelligence bestmöglich zu nutzen.“
 
Die „Brand Slam Dozentur für Werbung“ ist eine Kooperation zwischen dem Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten und der Werbeagentur isobar. Die von Helmut Kosa, CEO isobar, und Helmut Kammerzelt, Studiengangsleiter Media- und Kommunikationsberatung, ins Leben gerufene Vortragsreihe steht unter dem Thema „Marken und Markenführung“. (jz)
 

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