AUTOMOTIVE BUSINESS
© Toyota

Die Konzernchefs Akio Toyoda und Osamu Suzuki gaben im Rahmen einer Pressekonferenz Details der geplanten Zusammenarbeit bekannt.

Jürgen Zacharias 19.10.2016

Gemeinsam statt einsam

Die beiden japanischen Automobilkonzerne Toyota und Suzuki wollen ihre Forschungskraft bündeln – auch eine Kapitalbeteiligung steht im Raum.

TOKIO. Es ist noch gar nicht so lange her, da kooperierte Volkswagen mit Suzuki und war sogar die Rede davon, die Japaner in die Wolfsburger Markenwelt einzugliedern. Einige Jahre, einen Dieselskandal und ein Ende der deutsch-japanischen Zusammenarbeit später macht Suzuki nun mit dem VW-Rivalen Toyota gemeinsame Sache: Die beiden Unternehmen planen laut eigenen Angaben eine Entwicklungs- und Forschungspartnerschaft mit Schwerpunkt auf Umwelt- und Sicherheitsthemen sowie Informationstechnik.

Richtungswechsel
Noch im Jänner hatten die Konzerne Spekulationen über eine anstehende Partnerschaft dementiert. Nun erklärten sie in einer Absichtserklärung, es sei wichtig, bei der Entwicklung der Infrastruktur und von Standards zusammenzuarbeiten. "Um in dem drastisch veränderten Umfeld der Autoindustrie zu überleben, müssen wir in der Lage sein, uns anzupassen", sagte Toyota-Chef Akio Toyoda. Über eine Kapitalbeteiligung sei noch nicht entschieden, sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Suzuki-Verwaltungsratschef Osamu Suzuki.
Beide Unternehmen versicherten, weiter im Wettbewerb gegeneinander antreten zu wollen. Trotzdem erhofft sich jeder für sich in seinem Kernbereich durch die Zusammenarbeit Verbesserungen: Suzuki möchte sich weiter auf Kleinwagen konzentrieren, allerdings vermehrt den Fokus auch auf Zukunftstechnologien legen; Toyota wiederum erhofft sich bessere standardisierte Abläufe – mit Daihatsu hat der Nippon-Riese erst kürzlich einen Kleinwagenhersteller unter sein Dach geholt. (jz)

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