AUTOMOTIVE BUSINESS
Mercedes Benz

Für ein Mehr an Sicherheit: Actros 1863 LS mit Active Brake Assist 4 und Abbiege-Assistent.

Redaktion 22.06.2016

IAA 2016: Die Sternenflotte blickt in die Zukunft

Mercedes-Benz bringt zur Nutzfahrzeugausstellung im September neue vernetzte Dienste und weltweit erste Sicherheitstechnologien mit Personenerkennung in den Lkw.

STUTTGART/WÖRTH. Die alle zwei Jahre stattfindende IAA Nutzfahrzeuge im September wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. So kündigte vor wenigen Tagen Mercedes-Benz eine breite Palette an Neuerungen an, die dann in knapp drei Monaten in Hannover zu sehen sein sollen. Mit Mercedes-Benz Uptime und dem FleetBoard Store für Apps stellte der deutsche Lkw-Bauer beispielsweise zwei neue digitale Angebote vor, die den Lkw für Kunden im täglichen Einsatz noch leistungsfähiger machen sollen. Zusätzlich bringt Mercedes-Benz mit dem Abbiege-Assistenten und der jüngsten Generation des Notbremssystems Active Brake Assist (ABA 4) mit Personenerkennung zwei neue Sicherheitssysteme auf den Markt.

„Zuverlässigkeit und maximale Verfügbarkeit stehen bei unseren Kunden an erster Stelle“, sagt Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw. „Mit Mercedes-Benz Uptime können wir diese Anforderungen dank Echzeit-Daten und Vernetzung erheblich steigern.“ Ziel des neuen Dienstes ist es, die Fahrzeugverfügbarkeit für den Betreiber im täglichen Geschäft deutlich zu erhöhen. Deshalb wird der Betreiber durch die kontinuierliche Auswertung der verfügbaren Daten des Lkw in Echtzeit auch aktiv kontaktiert, noch bevor ein Teiletausch oder eine andere Reparatur zwingend nötig wird. Dies reduziert das Risiko des Liegenbleibens und einen Zeitverlust für den Transporteur deutlich. Darüber hinaus kann der Kunde durch intelligentes Termin-Management notwendige Wartungen und Reparaturen ideal in seinen Auftragsplan integrieren und so Standzeiten besser planen und außerdem unterstützt Mercedes-Benz Uptime die Kunden bei jenen Instandsetzungsmaßnahmen, die sie selbst innerhalb ihrer firmeneigenen Fuhrpark- und Werkstattorganisation vornehmen können.

Mercedes-Benz hat Uptime auch bereits intensiv getestet. Zwei Jahre lang war das neue Service zum Test in 1.400 Lkw in 16 Flotten in Deutschland, Großbritannien, Österreich und Polen im Einsatz. „Die Resonanz war äußerst positiv, denn durchweg hat Uptime die Erwartungen der Unternehmen mehr als erfüllt“, so Stefan Buchner.

Voraussetzung für die Nutzung des neuen Serviceproduktes ist eine neue Hardware-Komponente für Daimler Trucks. Technologische Basis ist die über verschiedene Regionen und Marken hinweg eingesetzte vereinheitlichte Elektrik/Elektronik-Architektur (E/E) mit einer völlig neu entwickelten, standartisierten Connectivity Hardware. Dieses etwa DIN-A5 große Modul wird zukünftig markenübergreifend bei Daimler Trucks verbaut und kommt bei Mercedes-Benz Lkw als FleetBoard Connectivity Platform zum Einsatz. Insgesamt investiert Daimler Trucks bis zum Jahr 2020 rund eine halbe Milliarde Euro in die Vernetzung der Lkw mit ihrer Umwelt und um konkrete neue Anwendungen zu entwickeln.

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft verspricht auch der neue FleetBoard Store für Apps zu werden, den Mercedes-Benz Anfang 2017 starten möchte. Die Plattform soll eine Art iTunes für den Lkw-Transport werden und wurde daher bewusst offen konzipiert. Software-Experten anderer Branchenpartner wie Aufbau-Hersteller, Logistiker und Kunden können auf diese Weise nützliche Apps für alle am Transport Beteiligten beisteuern, um den Straßengüterverkehr in Summe noch effizienter zu machen.

Auch im Bereich des Kraftstoffverbrauchs will Mercedes-Benz seinen Führungsanspruch rund um die IAA weiter ausbauen: der Verbrauch des Mercedes-Benz Actros konnte dank der jüngsten Effizienzpakete laut Hersteller um sechs Prozent gesenkt werden. Gebündelt im neuen Konzept „Road Efficiency“ sollen diese Maßnahmen dem Kunden in Summe eine noch wirtschaftlichere Nutzung seines Trucks garantieren.

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