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Großer Erfolg: Mit März sind erstmals mehr als 10.000 Elektroautos auf den heimischen Straßen unterwegs.

Redaktion 02.03.2017

Immer mehr Stromer

Steigende Beliebtheit: Seit Ende 2015 hat sich die Zahl der zum Verkehr zugelassenen Elektroautos in Österreich verdoppelt, die Tendenz verspricht weiteres Wachstum.

WIEN. Mit Anfang März sind in Österreich erstmals mehr als 10.000 Elektroautos zum Verkehr zugelassen. Wie der VCÖ in einer aktuellen Aussendung mitteilt, habe sich die Zahl innerhalb der vergangenen drei Jahre verdreifacht und seit Ende 2015 verdoppelt; ein Ende des Wachstums sei nicht abzusehen – im Gegenteil, rechnen die meisten Branchenkenner doch mit einer weiteren raschen Zunahme der Stromer-Zulassungen.

Diese Ansicht unterstreichen auch die aktuellen Zahlen der Statistik Austria, die nach einer Zunahme der Zulassungszahlen bei E-Autos im vergangenen Jahr von 128,1% für den Jänner erneut ein Plus von 41,8% auf 339 Fahrzeuge zeigen. Immerhin 1,3 Prozent aller im Jänner neu zum Verkehr angemeldeten Wagen werden damit elektrisch angetrieben.

Ab März dieses Jahres ist dann mit einer weiteren Zunahme der E-Auto-Zulassungen zu rechnen – dann greift nämlich zusätzlich zu den bereits bestehenden steuerlichen Begünstigungen eine neue Ankaufsförderung von 4.000 € pro Fahrzeug. Damit sich E-Pkw am Markt noch mehr durchsetzen können, brauche es laut dem VCÖ aber noch weitere politische Maßnahmen. Auf EU-Ebene sollten demnach für das Jahr 2025 niedrigere CO2-Grenzwerte für Neuwagen beschlossen werden, womit die Hersteller mehr E-Pkw auf den Markt bringen müssten, die Auswahl an Modellen steigt und der Kaufpreis sinkt. Zudem müsste ein Ausstiegszeitplan für Diesel- und Benzin-Pkw beschlossen werden. Um das Ziel des Klimaabkommens von Paris erreichen zu können, sollten spätestens im Jahr 2030 keine neuen Diesel- und Benzin-Pkw mehr verkauft werden.

„Eines ist aber auch klar: Mit E-Pkw allein wird Österreich seine Energie- und Klimaziele nicht erreichen können. Es braucht umfassendere Änderungen im Verkehrssystem, angefangen von einer verkehrssparenden Siedlungsentwicklung bis hin zu einem breiteren Ausbau des Öffentlichen Verkehrs sowie der Radfahrinfrastruktur“, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Die meisten Elektroautos gibt es hierzulande übrigens in Niederösterreich, wo mit Ende Jänner 2.136 E-Pkw zum Verkehr zugelassen waren. Auf den Plätzen folgen Oberösterreich (1.631 E-Pkw), die Steiermark (1.440), Wien (977), Salzburg (878) und Vorarlberg (854); in Tirol waren mit 31. Jänner 765 E-Pkw zum Verkehr zugelassen, in Kärnten 535 und im Burgenland 202 E-Autos. (red)

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