AUTOMOTIVE BUSINESS
© Thilo Parg Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Magna stockt sein Personal in Graz massiv auf – bald schon könnte der Zulieferer auch in Slowenien bis zu 3.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Jürgen Zacharias 19.10.2016

Neues Werk in Planung

Magna Steyr scheint eine Fabrik in Slowenien errichten zu wollen – das Unternehmen gründete jedenfalls bereits ein slowenisches Tochterunternehmen.

LJUBLJANA. Schon länger halten sich in Slowenien Gerüchte, dass Magna Steyr in dem Land ein neues Werk errichten könnte. Neue Nahrung erhielten die Vermutungen nun einerseits durch die Registrierung eines Tochterunternehmens durch Magna und andererseits durch eine Entscheidung der slowenischen Regierung, die Errichtung eines Werks in der Nähe von Maribor finanziell zu unterstützen.

Gespräche mit Investoren
Die Regierung wird laut der Entscheidung des Kabinetts den Aufbau einer großen Industriezone in den nächsten zwei Jahren mit zehn Mio. € fördern; damit sollen Investoren in diesen Teil des Landes angezogen werden, hieß es. Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek bestätigte, dass bereits Gespräche mit konkreten Investoren geführt werden. Bei der Frage, welche das sind, hält sich die Behörde jedoch bedeckt. Inoffiziell werden die Regierungspläne jedoch mit Magna verbunden, auch wenn es von Magna noch keine Bestätigung der Medienberichte gibt. „Der Ausbau des Werks in Graz ist bekannt, dementsprechend evaluieren wir alle Möglichkeiten. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen", sagte Pressesprecher Rej Husetovic auf APA-Anfrage.
Konkret soll es um die schon länger geplante Errichtung einer Lackieranlage gehen, in der bis zu 3.000 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen und für die als Standort genau jenes Gelände in der Gemeinde Hoce-Slivnica im Gespräch war, auf dem nun die Industriezone errichtet werden soll. Gewissheit über das mögliche Magna-Engagement in Slowenien dürfte schon in den nächsten Monaten herrschen – ab Juli 2017 soll das Industriegebiet in jedem Fall aufgeschlossen sein.
Unabhängig davon laufen bei Magna derzeit in Graz intensive Personalrekrutierungen und -schulungen; dank der guten Auftragslage sollen zusätzlich zu den aktuell 5.700 Beschäftigten bis zu 3.000 weitere neue Mitarbeiter eingestellt werden. Der Mercedes „G“ wird mindestens bis 2020/22 gefertigt. Für BMW wird ab 2017 bis 2022/23 gebaut, dazu zwei Typen aus dem Hause Jaguar Land Rover ab 2017. (jz)

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