AUTOMOTIVE BUSINESS
Christian Houdek

Denzel-Vorstandssprecher Gregor Strassl zeigt sich mit der Unternehmensentwicklung sehr zufrieden.

Redaktion 24.05.2016

Plus bei Umsatz und Gewinn

Die Denzel-Gruppe konnte im vergangenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse auf 648 Mio. Euro und ihren Jahresüberschuss auf 10,6 Mio. Euro steigern.

WIEN. Gute Nachrichten für die Denzel-Gruppe. Österreichs größter privater Automobilimporteur und Mehrmarkenhändler konnte im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 40.000 Fahrzeuge verkaufen und damit seine konsolidierten Konzern-Umsatzerlöse um rund vier Prozent von 623,6 Mio. Euro auf 648 Mio. Euro (2013: 599,2 Mio. Euro) weiter steigern. Mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an 14 Standorten wurde im vergangenen Jahr ein EGT von 14,4 Mio. Euro und damit das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt. „Alle Denzel Geschäftsbereiche haben 2015 einen positiven Beitrag zum Gruppenergebnis erwirtschaftet. Unsere ‚Denzel 2020’ Strategie ermöglicht es uns, den herausfordernden externen Rahmenbedingungen erfolgreich entgegen zu treten. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung gelegt“, so Gregor Strassl, Vorstandssprecher der Wolfgang Denzel Holding AG.    

Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 10,2 auf 10,6 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Denzel-Gruppe wurde auf 129 Mio. Euro erhöht, auch die Tochterfirmen hätten Ergebniszuwächse erzielt. „Mit 18 verschiedenen Automobilmarken bieten wir unseren Kunden eine in Österreich einzigartige Auswahl, die unabhängige Beratung sichert“, so Strassl weiter. „Diese breite Aufstellung aus dem Automotiv-Bereich wird ergänzt durch unterschiedlichste Finanzierungmöglichkeiten aus dem eigenen Haus. Das Bankhaus Denzel wies Ende 2015 mit einem Finanzierungsvolumen von 256 Mio. Euro ein neues Rekordniveau aus.“

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich die Denzel-Führungsspitze „trotz volatiler Rahmenbedingungen“ zuversichtlich und erwartet ein ähnlich hohes Ergebnis wie 2015. „Unsere Führungskräfte und Mitarbeiter haben gelernt, auf derart schnell wechselnde äußere Umstände zu reagieren“, so Vorstandssprecher Gregor Strassl. „Unser Fokus liegt auf Kundenzufriedenheit, ständiger Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie einer soliden Eigenkapitalrentabilität.“

Kritik übte der Vorstandssprecher an den hohen steuerlichen Belastungen in Österreich: „Die KFZ-Steuer ist hierzulande durchschnittlich mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Die ebenfalls höhere Umsatzsteuer und auch die PKW-Autobahn-Maut sind wesentliche Faktoren, die dazu beitragen, dass Österreich im internationalen Vergleich wirtschaftlich immer weiter zurückfällt.“

Auch die Suche nach geeigneten Mitarbeitern gestalte sich zunehmend schwierig. „Der Beruf des Mechanikers, Lackierers oder auch Karosseriebauers wird immer komplexer. Diagnosegeräte müssen bedient bzw. verstanden und Farbzusammenstellungen exakt durchgeführt werden. Wenn junge Menschen, die bei uns arbeiten möchten, weder richtig lesen noch die einfachsten Rechenaufgaben lösen können, haben sie es am Arbeitsmarkt schwer. Das ist sowohl für die Jugendlichen als auch für heimische Unternehmen eine bedrohliche Situation.“

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