AUTOMOTIVE BUSINESS
Drivy

Julie Moskovits ist Communication Managerin von Drivy.

Redaktion 25.08.2016

Wozu braucht es in Österreich noch einen Carsharer?

Mit Sommerbeginn ging der europäische Autovermieter Drivy auch in Österreich an den Start. Communication Managerin Julie Moskovits sieht in diesem Schritt keine Marktübersättigung – im Gegenteil.

WIEN. Carsharing boomt, Nutzen statt besitzen ist in – aber dann doch bitte jene Ressourcen, die uns bereits zur Verfügung stehen! Komfort, Effizienz, Nachhaltigkeit. Diese drei Ziele streben wir in unserer heutigen Gesellschaft besonders an. Wir bestellen unsere Kleidung direkt zu uns nach Hause – aus Komfort. Wir tracken alles, von der Laufstrecke bis zum Babyfon mit einem Gerät – aus Effizienz. Wir nutzen Ökostrom und kaufen biologisch angebaute Produkte – aus Nachhaltigkeitsgedanken.

Warum kommen in Österreich dann auf jedes Auto 1,8 Einwohner? Und warum stehen diese 4,7 Millionen Autos im Schnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt am Straßenrand? Das ist alles andere als effizient.

Wie die jüngst veröffentlichte Carsharing-Studie der Stadt Wien zeigte, ist Carsharing in Österreich auf dem Vormarsch. Dafür ist es auch allerhöchste Zeit, denn ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt bis zu 20 private Pkw. Das schont die Umwelt, entlastet die Geldbörse und schafft Platz in unseren Städten. Unser Mobilitätsverhalten im Allgemeinen wandelt sich: Das Auto gilt heutzutage weniger als Statussymbol und vielmehr als Transportmittel von A nach B. Nutzen statt besitzen ist angesagt – wir möchten für jeden Anlass die passende Fortbewegungsmöglichkeit finden. So radeln wir zum Supermarkt, fahren mit dem ÖPNV zur Arbeit und wenn wir einmal ein Auto benötigen, mieten wir uns eben eins.

Doch was geschieht mit all den privaten Autos, die nahezu dauerhaft am Straßenrand geparkt stehen und damit wertvollen Platz in Anspruch nehmen, während die Autobesitzer für ihr herumstehendes Eigentum Unterhaltskosten tragen? Rein gar nichts. Genau aus diesem Grund braucht es noch mehr Carsharer in Österreich: Um uns dieses ruhende Potenzial zunutze zu machen. Warum neue Fahrzeugflotten anschaffen, wenn wir die vorhandenen Ressourcen weitaus effizienter ausschöpfen können?

Mit Drivy machen wir genau das. Autobesitzer stellen ihr Fahrzeug auf der Plattform ein und vermieten es an andere, wenn sie es selbst nicht benötigen. Davon profitieren alle Seiten. Der Fahrzeughalter deckt durch die Mieteinnahmen die laufenden Kosten seines Wagens; der Mieter mietet kostengünstig und komfortabel das Auto seines Nachbarn, und unsere Umwelt erfreut sich an mehr Wohnraum und ökologisch nachhaltigem Verhalten. Dieses Konzept funktioniert nicht nur im urbanen Raum, sondern flächendeckend.

Das nächste Mal, wenn Sie also an Ihrem geparkten Wagen vorbeilaufen, überlegen Sie sich doch einmal Folgendes: Wie effizient nutzen Sie Ihr Auto wirklich? Womöglich ist es an der Zeit, umzudenken.

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