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VÖZ-Kampagne zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Redaktion 02.05.2016

VÖZ-Kampagne zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Der Verband Österreichischer Zeitungen schaltet eine Kampagne zum Internationalen Tag der Pressefreiheit. Für die Umsetzung verantwortlich ist die AgenturGGK Mullenlowe.

WIEN - Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai schaltet der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) gemeinsam mit seinen Mitgliedsmedien eine Kampagne, die die Bedeutung der Presse- und Meinungsfreiheit als europäisches Grundrecht und Menschenrecht unterstreicht. Im Fokus der diesjährigen Kampagne steht die Besorgnis über die sich verschlechternden Bedingungen für die Pressefreiheit in der Türkei. Für die Umsetzung der Kampagne zeichnet die Agentur GGK Mullenlowe verantwortlich.

Die massive Bedrohung der Pressefreiheit in der Türkei – durch abgewiesene bzw. ausgewiesene oder inhaftierte Journalisten, Angriffe von Anhängern der Regierungspartei AKP auf Redaktionen, Nachrichtensperren, politisch motivierte Steuerfahndungen oder die Zwangsverwaltung von Medienhäusern– betrifft zunehmend auch ausländische Journalisten. Gehäufte Einreisesperren und Ausweisungen von Journalisten untergraben die Pressefreiheit und machen die Demokratie verwundbar. Daher appelliert Kralinger an die Verantwortung der Europäischen Union bei der Sicherung von Freiheit und Vielfalt der Medien am Kontinent.

„In vielen Ländern der Welt werden Journalisten eingeschüchtert, eingesperrt oder getötet. Die Freiheit der Zeitungen ist weltweit die Ausnahme und leider nicht die Regel. Die jüngste Verurteilung zweier türkischer Journalisten zu zwei Jahren Haft, weil sie eine Mohammed-Karikatur der französischen Satirezeitschrift 'Charlie Hebdo' veröffentlicht haben, gibt Anlass zur Sorge. Die Türkei als demokratisches Land, das mit wechselnder Intensität nach Europa strebt, braucht die Weiterentwicklung einer starken, unabhängigen und freien Presse. Der Verband Österreichischer Zeitungen und die von ihm vertretenen Medienhäuser bekennen sich zu einer Stärkung der Pressefreiheit innerhalb und außerhalb unseres Landes. Dieses Bekenntnis erfolgt aufgrund der Überzeugung, dass Grundlage für einen demokratischen Diskurs eine unabhängige und freie Presse ist. Die Pressefreiheit ist ein unverzichtbares Gut, das es zu verteidigen gilt“, so Kralinger.

Grünberger: 2015 wurden 110 Medien-Angestellte getötet

Der Verband Österreichischer Zeitungen möchte am Tag der Pressefreiheit auf die internationale Situation der Presse aufmerksam machen. „2015 kamen weltweit 110 Journalisten ums Leben. Seit 1.1.2016 wurden laut dem Pressefreiheits-Barometer von Reporter ohne Grenzen 13 Journalisten getötet. 322 Medien-Angestellte sind derzeit aufgrund freier Meinungsäußerung inhaftiert“, so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger. „Journalist zu sein, ist in vielen Ländern ein gefährlicherer Job als je zuvor, aber auch unerlässlich für Demokratie und Kontrolle. Am Internationalen Tag der Pressefreiheit wollen wir somit auch jenen Redakteuren gedenken, die in Ausübung ihres Berufs getötet wurden.“

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