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Wegen Turbulenzen im Russland-Geschäft gerät der deutsche Handelsriese unter Druck.

Redaktion 23.04.2018

Der Handelskonzern Metro schraubt Prognose herunter

Vor allem das Russland-Geschäft schwächelt.

DÜSSELDORF. Der deutsche Handelskonzern Metro schraubt wegen Schwierigkeiten im Russland-Geschäft seine Prognose herunter. Der operative Gewinn dürfte währungsbereinigt im Geschäftsjahr 2017/2018 nur noch leicht steigen; zuvor hatte die Metro ein Plus von etwa zehn Prozent vorausgesagt.

Der Umsatz dürfte um mindestens 0,5 Prozent zulegen und damit halb so stark wie zuletzt angenommen. Grund sei, dass sich die Geschäfte in Russland schwächer als erwartet entwickelten, hieß es weiter. Insbesondere im zweiten Halbjahr werde der Umsatz - auch aufgrund der weltpolitischen Spannungen - unter den Erwartungen liegen; die Aktien gaben daraufhin 5,6 Prozent nach.

Auch der Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi belaste das Ergebnis, teilte das Unternehmen mit; die Verhandlungen über einen Tarifvertrag bei Real waren ohne Ergebnis beendet worden.

Vor dem Hintergrund des seit Jahren schwelenden Tarifstreits hat der Aufsichtsrat der angeschlagenen deutschen Supermarktkette Real am Freitag einer Abspaltung des Unternehmens auf die Metro Services zugestimmt. Verdi kritisierte die Flucht aus dem Flächentarifvertrag. (APA)

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