RETAIL
Mondelez Jason Riker

Mondelez-Chefin Irene Rosenfeld

Redaktion 30.08.2016

Mondelez nimmt US-Schokoladenhersteller Hershey nicht auf

Im vergangenen Jahr machte der der Mondelez-Konzern 26,8 Mrd. € Umsatz. Hershey setzte 6,6 Mrd. € um.

NEW YORK/WIEN. Seine Übernahmepläne für den US-Schokoladenhersteller Hershey bläst der US-Lebensmittelriese Mondelez ab. "Nach zusätzlichen Gesprächen und im Lichte der jüngsten Entwicklungen in der Aktionärsstruktur bei Hershey haben wir uns entschieden, dass es keinen gangbaren Weg hin zu einem Abkommen gibt", so Mondelez-Chefin Irene Rosenfeld. Im vergangenen Jahr machte der Konzern 26,8 Mrd. € Umsatz, Hershey setzte 6,6 Mrd. € um.

Die Aktie von Hershey gab im nachbörslichen Handel um elf Prozent nach, der Kurs von Mondelez stieg. Mondelez, bis 2012 Kraft Foods, hatte 20,6 Mrd. € für Hershey geboten - was der Schokoladenhersteller als zu niedrig zurückwies. Hershey, 1894 gegründet, ist eine Größe in den US-Supermarktregalen - bekannt vor allem für Hershey's Kisses und Reese's Peanut Butter Cups. In den Vereinigten Staaten stellt das Unternehmen zudem die Kit-Kat-Riegel für den Konkurrenten Nestle aus der Schweiz her.

In Österreich lag der Umsatz von Mondelez im Jahr 2014 bei 272,6 Mio. €, nach dem Verkauf der Kaffeesparte sollen sich die Erlöse im Jahr 2015 laut Mondelez Österreich Managing Director Andreas Kutil auf "unter 200 Mio. Euro" belaufen. Nachdem der Geschäftsabschluss 2015 noch nicht im Firmenbuch hinterlegt ist, gibt es noch keine offiziellen Zahlen. Zu Mondelez gehören die Marken Milka, Suchard, Bensdorp, Oreo und Philadelphia. In Österreich beschäftigt der Konzern rund 500 Mitarbeiter in Wien und dem Schokoladewerk in Bludenz; das Werk in Vorarlberg zählt zu den größten Schokoladewerken von Mondelez in Europa, wo im Schnitt 500.000 Großtafeln pro Tag produziert werden. (red/APA)

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