RETAIL
APA Helmut Fohringer

Redaktion 20.04.2017

Zielpunkt-Markt schon zu

Sanierungsplan zurückgezogen.

WIEN. Ein versuchter Neustart mit einem Zielpunkt-Markt in Wien hat mit einer Totalpleite geendet. Das von der Betreiberfirma Ramas WarenhandelsgmbH Mitte Februar beantragte Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung mündete in einen Konkurs. Ein Sanierungsplan wurde zurückgezogen, nachdem ein erhoffter Investor ausblieb.

Die Frage einer Fortführung des Zielpunkt-Standorts hat sich damit recht schnell erübrigt. Der Markt im 20. Bezirk in Wien wurde kurz nach der Insolvenzeröffnung schon geschlossen. Es gab damals eine Woche lang einen Abverkauf, dann war alles aus. Das gepachtete Lokal steht leer. Die Marke "Zielpunkt" wurde an den (meistbietenden) Verpächter zurückverkauft.

Testfiliale gescheitert
Von einer 20%igen Quote, die im Sanierungsplan stand, ist heute keine Rede mehr. Laut APA-Informationen ist eine Quote überhaupt fraglich. Wenn es zu einer Auszahlung komme, dann höchstens im einstelligen Prozentbereich.
Die Großhandelsunternehmer Manuela und Ramas Atanelov - die ihren Großhandel schon vor der Zielpunkt-Aktivität aufgegeben hatten - hatten aus der Insolvenzmasse der ehemaligen Lebensmittelhandelskette Zielpunkt die Marke erworben und unter diesem Namen im November 2016 ein Lebensmittelgeschäft in Wien eröffnet. Dieser Standort am Wiener Wallensteinplatz sollte als Testfiliale für weitere Filialen dienen. Der Plan scheiterte bereits im Teststadium. Eine für den 4. Mai vorgesehene Sanierungsplantagsatzung ist mangels Sanierungsplan abgesagt worden. (APA)

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