AUTOMOTIVE BUSINESS
20 Jahre Virtual Vehicle © Virtual-Vehicle

v.l.n.r.: Jost Bernasch (Geschäftsführer des Virtual Vehicle), Barbara Eibinger-Miedl (Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin), Hermann Steffan (Wissenschaftlicher Leiter des Virtual Vehicle) und Harald Kainz (Aufsichtsratsvorsitzender).

© Virtual-Vehicle

v.l.n.r.: Jost Bernasch (Geschäftsführer des Virtual Vehicle), Barbara Eibinger-Miedl (Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin), Hermann Steffan (Wissenschaftlicher Leiter des Virtual Vehicle) und Harald Kainz (Aufsichtsratsvorsitzender).

Jürgen Zacharias 24.06.2022

20 Jahre Virtual Vehicle

Eine internationale Erfolgsgeschichte feiert dieser Tage Geburtstag: In 20 Jahren hat sich das Virtual Vehicle zu einem zentralen Player für Green Digital Mobility entwickelt.

GRAZ. Als im Jahr 2002 „Das Virtuelle Fahrzeug“ gegründet wurde, deutete wenig auf den heutigen Erfolg hin: Ein kleines Kompetenzzentrum, verteilt auf mehrere TU Graz-Institute, startete mit dem Schwerpunkt „Virtuelle Fahrzeugentwicklung“ geradezu als Exot in der Forschungslandschaft. „Die Anfänge waren durchaus turbulent, und nur wenige Experten wussten, woran wir hier in Graz eigentlich arbeiten“, erinnert sich Geschäftsführer Jost Bernasch.

Heute ist virtuelle Fahrzeugentwicklung international State-of-the-art, und daran hat nicht zuletzt das Virtual Vehicle entscheidenden Anteil. Das Zentrum hat sich dank strategischer Forschung und moderner Schlüsseltechnologien wie Credible System Simulation zu einem gefragten Technologie-Trendsetter bei Global Playern wie Premium-Fahrzeugherstellern (beispielsweise BMW, Siemens, VW) sowie -Lieferanten (AVL, Bosch, Infineon, Magna, voestalpine) entwickelt. Innovative Technologien für Green Road und Digital Rail Systems bilden die Basis zur Erreichung des langfristigen Ziels von Green Digital Mobility: klimaneutrale Mobilität. 
 
Die Bilanz zum 20-jährigen Jubiläum kann sich jedenfalls sehen lassen: Heute arbeiten am Virtual Vehicle mehr als 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 22 Ländern, viele von ihnen zählen international zu den gefragtesten Experten ihrer Fachgebiete. Der Personalstand konnte trotz der herausfordernden Corona-Jahre nicht nur gehalten, sondern sogar leicht ausgebaut werden. Das Virtual Vehicle ist zudem mit großem Vorsprung das führende Forschungszentrum im EU-Forschungsprogramm Horizon 2020, und dank dieser Positionierung konnten Förderungen und Investitionen in Millionenhöhe nach Österreich gebracht werden. Seit dem Jahr 2012 war das Virtual Vehicle an mehr als 100 großen EU-Forschungsprojekten mit einem Volumen von mehr als 50 Mio. € beteiligt. Zudem haben ausländische Industriepartner seither über 30 Mio. € in die Steiermark investiert und den Aufbau von Spitzen Know-how mitfinanziert; nicht zuletzt bestätigen auch strategische Partnerschaften mit Industriepartnern wie zum Beispiel AVL, Infineon, voestalpine, Siemens und ÖBB, aber auch BMW oder VW – ergänzt um zahlreiche Forschungskooperationen – den erfolgreichen Weg.
 
Wie gut dieser Erfolg für den Wirtschaftsstandort zu Buche schlägt, zeigt die hohe Hebelwirkung der eingesetzten Fördermittel. Die Förderungen (SFG: 2 Mio. €, FFG: 4 Mio. € pro Jahr) konnten auf einen Betrag von über 27 Mio. € Forschungsleistung pro Jahr vervierfacht werden. „Damit ergibt sich ein international exzellenter Förderhebel von vier für jeden eingesetzten COMET Fördereuro. Für die steirischen Förderinvestitionen ergibt sich sogar ein Hebel von zwölf zugunsten des Wirtschaftsstandortes Steiermark“, so Bernasch.
 
Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung, ergänzt: „Die durch das Virtual Vehicle in ganz Europa lukrierten und in die Steiermark fließenden F&E-Aufträge sorgen für einen ausgezeichneten und qualitativ hochwertigen ‚Return on Investment‘. Die Etablierung des Hauses als internationaler Hotspot im Bereich Digitale Mobilität stärkt die Steiermark nicht zuletzt auch als attraktiven Arbeitsplatz für Top-Experten. Das Virtual Vehicle steht somit stellvertretend für eine globale Zusammenarbeit auf heimischem Boden und unterstreicht die internationale Bedeutung des Wirtschaftsstandorts.“ (jz)

 

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