Auf Nummer sicher
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Angreifbar Die zunehmende Digitalisierung der Automobilindustrie macht auch Autos zu einem potenziellen Ziel für Hacker.
MOBILITY BUSINESS Redaktion 30.06.2017

Auf Nummer sicher

Der französische Fahrzeughersteller Vedecom schützt in Zusammenarbeit mit Karamba Security seine autonomen Autos vor Cyberangriffen.

VERSAILLES. Die fortschreitende Digitalisierung der Automobilindustrie rückt Fahrzeuge zunehmend auch in den Fokus von Computer-Hackern. Um ihre Systeme zu schützen und ein Eindringen Unbefugter in die Bordelektronik zu verhindern, investieren die Hersteller längst hohe Millionenbeträge in die Entwicklung von Hard- und Software. Besonders weit scheint dabei das französische Unternehmen Vedecom zu sein, das nun laut eigenen Aussagen „das erste vor Cyberangriffen geschützte, autonome Fahrzeug” der Welt entwickelt hat.

Risiko Fehlalarmmeldungen

„Es war unser Plan, von Beginn der Produktion unserer ersten selbstfahrenden Autos an ­eine Cybersicherheitstechnologie in das Fahrzeugdesign zu integrieren”, erklärt Frederic Mathis, CEO und President von Vedecom. Das Unternehmen holte deshalb den Cybersicherheits-Experten Karamba Security ins Boot und integrierte dessen Softwareprodukt Carwall. Dabei handelt es sich um eine autonome Cyber­sicherheitslösung, die die elektronischen Steuergeräte (ESGs) der Fahrzeuge vor Hackerangriffen schützt.

„Die Lösung macht die ESGs autonom robuster und verhindert das Eindringen von Hackern ohne störende Fehlalarmmeldungen”, sagt Mathis und ergänzt: „Dieser Ansatz unterbindet Cyberangriffe auf einzigartige Weise und stellt gleichzeitig sicher, die in der Branche nicht tolerierten Sicherheitsrisiken für die Verbraucher, die aus Fehlalarmmeldungen resultieren und dazu führen, dass legitime Fahrzeugbefehle irrtümlicherweise blockiert werden, zu vermeiden.”

Zusammenarbeit

Vedecom verwendet für sein vernetztes und kooperatives autonomes Auto außerdem fortschrittliche Kommunikationslösungen des IT-Spezialisten YoGoKos. Auf diese Weise können die Fahrzeuge ihre Internetverbindung aufrecht erhalten und Daten mit anderen Fahrzeugen, der Straßen- und Stadtinfrastruktur sowie mit Cloud-Anwendungen auf standardisiertem Wege austauschen (ISO-, CEN-, ETSI-Standards), wobei verschiedenste Zugangstechnologien miteinander kombiniert werden (städtisches WLAN, ITS-G5, Mobilnetz, LoRa, etc.).

Darüber hinaus wird die Kommunikationssicherheit durch Sicherheit auf Systemebene ergänzt. YoGoKo und Karamba machen dafür YoGoKos extern vernetzte ESGs robuster und schützen die fortschrittlichen, vernetzten Kommunikationssysteme der Fahrzeuge vor ­Cyberangriffen.

Datenschutz gewährleisten

Durch diese Softwaresicherheit wird die Malware blockiert und eine Authentifizierung garantiert, um Vertrauen in die Verwendung von Selbstfahrfunktionen und die Durchsetzung von Autorisierungsrichtlinien zu schaffen, die den Datenschutz gewährleisten. (red)

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