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Automarkt macht Sorgen © APA/AFP/Sebastien Bozon

Die Neuwagenzulassungen gingen EU-weit im Februar um 19% zurück, in Österreich lag das Minus bei nur sechs Prozent.

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Die Neuwagenzulassungen gingen EU-weit im Februar um 19% zurück, in Österreich lag das Minus bei nur sechs Prozent.

Redaktion 26.03.2021

Automarkt macht Sorgen

Erneuter Absatzeinbruch auf EU-Neuwagenmarkt – EY-Experte Gerhard Schwartz: „Corona-Situation noch lange nicht vorüber”.

WIEN. Die erhoffte Erholung auf dem EU-Neuwagenmarkt lässt weiter auf sich warten: Nachdem die Neuzulassungen im Jänner bereits um 24% geschrumpft waren, sanken sie im Februar EU-weit um 19%. Dabei verzeichneten erneut alle großen Märkte kräftige Einbußen. Mit minus zwölf Prozent kam Italien noch vergleichsweise glimpflich davon. In Deutschland schrumpfte der Absatz um 19%, in Frankreich um 21%, in Spanien sogar um 38%. Im Nicht-EU-Land Großbritannien lag das Minus bei 36%, in Österreich hingegen „nur” bei sechs Prozent.



Hoher Konsolidierungsdruck

„Die Pandemie bestimmt nach wie vor die Lage auf dem Neuwagenmarkt”, analysiert Gerhard Schwartz, Leiter des Bereichs Industrial Products bei EY Österreich die Zahlen. „Die Corona-Situation ist noch lange nicht vorüber. Zwar besteht nach wie vor Grund zur Hoffnung, dass eine erfolgreiche Impfkampagne ab Mitte des Jahres zu einer Normalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens führen und auch eine kräftig steigende Nachfrage nach Neuwagen mit sich bringen wird. Allerdings nehmen auch die Sorgen vor nachhaltigen, strukturellen Schäden zu. Gleichzeitig erhöht sich der Konsolidierungsdruck im Autohandel.” (red)

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