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Besser geschützt © Continental (2)

Die Batterieanprallerkennung kann mögliche Batterieschäden erkennen und den Fahrer entsprechend warnen.

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Die Batterieanprallerkennung kann mögliche Batterieschäden erkennen und den Fahrer entsprechend warnen.

Redaktion 17.06.2022

Besser geschützt

Zulieferer Continental bringt neue Sensoren zum Schutz der Batterie von Elektrofahrzeugen auf den Markt.

REGENSBURG. Continental erweitert sein breites Sensorportfolio um zwei neue Sensoren für Elektrofahrzeuge: das Stromsensormodul und die Batterieanprallerkennung. Beide neuen Lösungen konzentrieren sich auf den Schutz der Batterie und/oder auf die Erhaltung der Batterieeigenschaften.

Sensorik im Fokus

„Die Elektrifizierung von Fahrzeugen bringt neue Anwendungsfälle mit sich und eröffnet damit neue Möglichkeiten für unsere Sensorikaktivitäten, denn ein Elektroauto hat alle Anforderungen an die Sensorik, die ein herkömmliches Auto hat – und mehr”, sagt Laurent Fabre, Leiter des Segments Passive Safety and Sensorics bei Continental. „Der Schutz der Batterie und der Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit sind etwa zusätzliche Aufgaben in Elektroautos. Das Stromsensormodul und die Batterieanprallerkennung dienen beiden Zwecken.”

In Anbetracht der Tatsache, dass die Batterie das teuerste Bauteil in einem Elektroauto ist, wurde das Stromsensormodul nicht nur entwickelt, um die Batterie vor Überstrom zu schützen, sondern auch, um die Alterungseffekte zu begrenzen. Entweder in der sogenannten Battery Disconnect Unit oder in der Batterie selbst integriert, liefert das Stromsensormodul die entscheidenden Informationen für die Batterieschutzfunktion und eine zuverlässige Reichweitenüberwachung.

Zweikanaliger Sensor

Um die strengen Anforderungen an die funktionale Sicherheit zu erfüllen, ist das Stromsensormodul als zweikanaliger Sensor ausgelegt, der durch die Integration von Shunt- und Hall-Technologie in einer kompakten, einzigen Einheit den Strom unabhängig misst.

Die Batterieanprallerkennung in Kombination mit einer Leichtbaukonstruktion wiederum erkennt Unterbodenintrusionen und warnt den Fahrer, wenn dadurch ein Werkstattaufenthalt notwendig wird. Damit wird dem Fahrer die schwierige Entscheidung abgenommen, ob ein Aufprall bei hoher Geschwindigkeit oder ein Bodenkontakt bei geringer Geschwindigkeit die Batterie beschädigt haben könnte. Im Vergleich zum derzeitigen Unterbodenschutz aus Metall kann das System bis zu 50% an Gewicht einsparen.

Bewährtes System als Basis

Die für die Batterieanprallerkennung verwendeten Drucksensor-Satelliten stammen übrigens aus dem bewährten Fußgängerschutzsystem, das seit mehr als zehn Jahren in Serie produziert wird. Jede Einwirkung wird über ein daraus resultierendes Drucksignal in einem luftgefüllten, mäanderförmig am Boden des Batteriefachs verlegten Silikonschlauch erkannt. (red)

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