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BMW verdiente trotz Chipflaute mehr © BMW/Max Merget

Finanzvorstand Nicolas Peter sieht BMW auf einem guten Weg: „Wir blicken zuversichtlich nach vorn.“

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Finanzvorstand Nicolas Peter sieht BMW auf einem guten Weg: „Wir blicken zuversichtlich nach vorn.“

Jürgen Zacharias 05.11.2021

BMW verdiente trotz Chipflaute mehr

Der Autohersteller profitierte im dritten Quartal vom starken Abschneiden der Finanzdienstleistungssparte und von hohen Gebrauchtwagenpreisen.

MÜNCHEN. Der deutsche Autobauer BMW hat im vergangenen Quartal den Engpässen bei Elektronikchips zum Trotz deutlich mehr Gewinn eingefahren. Zwar rechnet der Konzern damit, dass ihn die schwierige Situation bei den Halbleitern über dieses Jahr hinaus beschäftigen wird –derzeit kann BMW aber die negativen Auswirkungen auf Produktion und Absatz dank guter Neu- und Gebrauchtwagenpreise mehr als wettmachen.

Unter dem Strich stieg der Überschuss im dritten Quartal im Jahresvergleich um über 42% auf 2,58 Mrd. Euro, wie der Hersteller mitteilte. Grund war unter anderem ein starkes Abschneiden der Finanzdienstleistungssparte, die von hohen Gebrauchtwagenpreisen profitiert – Leasingrückläufer können damit am Markt teurer verkauft werden als gedacht. Die Finanzsparte verdiente operativ fast eine Milliarde Euro und damit mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Auch das Beteiligungsergebnis am chinesischen Joint Venture BBA konnte zulegen.

Aber auch in der Autosparte steigerte BMW das operative Ergebnis: Die von Anlegern viel beachtete Marge vor Zinsen und Steuern legte um 1,1 Prozentpunkte auf 7,8% zu und damit stärker als im Schnitt von Analysten prophezeit. Dabei spielten BMW hohe Neuwagenpreise in die Hände. Im Konzern erwirtschaftete BMW vor Zinsen und Steuern einen Gewinn von 2,88 Mrd. Euro, ein Plus von rund der Hälfte und mehr als von Analysten geschätzt. Der Konzernumsatz legte trotz gesunkener Auslieferungszahlen um 4,5% auf 27,5 Mrd. Euro zu.

Analysten hatten bereits einen Gewinnanstieg in den Monaten Juli bis September einkalkuliert, aber nicht in der nun erreichten Größenordnung. „Wir sind auf der Ziellinie für unsere Jahresprognose und blicken zuversichtlich nach vorn“, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter laut Mitteilung. Auch wenn die Lieferengpässe dem Konzern wohl erst einmal erhalten bleiben. „Wir rechnen damit, dass die Halbleiterversorgung uns auch noch über 2021 hinaus beschäftigen wird“, sagte der Manager. (jz)

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