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Breite Kritik an NoVA neu © APA/Helmut Fohringer

NoVA-AnpassungGünther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure: „Unter dem Strich kommt es zu einer ­Mehrbelastung.”

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NoVA-AnpassungGünther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure: „Unter dem Strich kommt es zu einer ­Mehrbelastung.”

Redaktion 11.12.2020

Breite Kritik an NoVA neu

Automobilwirtschaft und Mobilitätsclubs: Ökologisierung der NoVA bringt Steuererhöhung über alle Fahrzeugklassen hinweg.

WIEN. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz übten die österreichischen Automobilimporteure, das Bundesgremium Fahrzeughandel sowie ÖAMTC und ARBÖ Kritik an der angekündigten NoVA-Anpassung der Bundesregierung. „Das Ergebnis ist schon wieder eine Steuererhöhung und sogar die Einführung einer komplett neuen Steuer. Das Argument der Ökologisierung scheint nur vorgeschoben, weil es nicht nur verbrauchsstarke Fahrzeuge trifft, sondern fast alle Fahrzeuge und außerdem zu einer Verlängerung der Behaltedauer führen wird”, waren sich die Vertreter einig und appellierten an die Politik, die Maßnahme noch einmal zu überdenken.

Ökologisierung nicht gelungen

„Die Aussage von Vizekanzler Kogler, wonach nur die ‚Stinker' teurer würden, ist schlicht falsch. Nach ausgiebiger Analyse können wir mit Sicherheit sagen: Die Ökologisierung der NoVA in der vorliegenden Form ist definitiv nicht gelungen – es handelt sich um eine Steuererhöhung quer über alle Fahrzeugklassen hinweg”, kritisiert Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. „Unter dem Strich kommt es zu einer Mehrbelastung von konservativ gerechnet rund 150 Mio. Euro, die in erster Linie Klein- und Mittelbetriebe (KMU) trifft”, rechnete Kerle vor. (red)

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