AUTOMOTIVE BUSINESS
CAM-Studie zeigt: Toyotas Mirai ist Innovations-Leader © Toyota
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02.10.2015

CAM-Studie zeigt: Toyotas Mirai ist Innovations-Leader

Das Center of Automotive Management hat die Top 100-Auto-Innovationen des Jahrzehnts gekürt. Der Toyota Mirai führt das Ranking an.

••• Von Jürgen Zacharias

Egal in welchem Business: Wer erfolgreich sein will und dabei nicht nur abkupfert, muss innovativ sein. Er muss also neue Wege gehen, die vielleicht nirgendwohin führen, vielleicht zu einem ganz anderen Ergebnis kommen als ursprünglich gedacht oder die – im Idealfall – doch irgendwann das gewünschte Ziel erreichen. Tagtäglich gelingt das global dutzend- oder hundertfach, aber nicht alle Innovationen sind schlussendlich auch so erfolgreich oder weltbewegend, wie das in der Automobilindustrie zuletzt der ­Toyota Mirai als erstes serienreifes Brennstoffzellen-Modell, das Tesla Model S als erstes alltagstaugliches Elektroauto und der Toyota Prius PHEV als erster Plug-in-Hybrid waren.

VW-Konzern dominiert Ranking

Das Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule Bergisch Gladbach hat die drei Neuheiten in ihrem aktuellen Ranking der besten 100 Auto-Innovationen des vergangenen Jahrzehnts jedenfalls top gereiht. Insgesamt standen mehr als 8.000 Innovationen von mehr als 70 Herstellern zur Auswahl, bewertet wurden diese nach ihrer Markt- und Technologierelevanz sowie ihrer Innovationsstärke.

Auf Platz 4 des Rankings landet der erstmals 2014 in der neuen Mercedes S-Klasse vorgestellte Staufolge-Assistent, dahinter liegt der VW XL1 als sparsamstes Hybridfahrzeug der Welt. Auf den weiteren Plätzen kommen der Nothalte-Assistent des VW Passat (Platz 6), die Park-Automatik im neuen BMW 7er (Platz 7) und der Porsche 918 Spyder als stärkster Plug-In-Hybrid der Welt (Platz 8) zu stehen. In den Top 10 landen außerdem noch der Mercedes S 300 Bluetec Hybrid als effizientester Vollhybrid der Oberklasse und die komplett aus Kohlefaser gefertigte Karosserie des BMW i3.
Dominiert wird die Rangliste vom VW-Konzern mit insgesamt 19 Neuerungen. Die deutsche Konkurrenz von BMW und Daimler folgt mit je 15 Innovationen, Toyota und Ford liegen dann mit sieben und sechs Neuheiten bereits deutlich zurück.

Innovationskraft steigt

Was in der Studie auf den ersten Blick nicht ablesbar, laut den CAM-Experten aber trotzdem eindeutig feststellbar ist: Die Autobauer haben ihre Innovationskraft in den vergangenen Jahren beschleunigt. „Die globalen Automobilhersteller haben in der letzten Dekade ihre Innovationsanstrengungen nicht nur erheblich erhöht, sondern viele hochwertige Innovationen hervorgebracht, die absehbar zu radikalen Richtungsänderungen der Branche führen”, so Studienleiter Stefan Bratzel. „So erlebten neben der E-Mobilität auch die Themen Connectivity und Autonomes Fahren ihre eigentliche Geburtsstunde.” Innovationstreiber seien dabei aber nicht nur die eigent­lichen Automobilhersteller, sondern auch Technologieunternehmen wie Google oder Apple, die zunehmend in die Branche drängen.

Die größten Innovationsbereiche

Die meisten Innovationen im Ranking entfallen auf Fahrerassistenzsysteme, Telematik sowie Bedien- und Anzeigenkonzepte (siehe auch Grafik auf der linken Seite). Weitere wichtige Innovationsfelder sind Sicherheitsneuheiten im Bereich Unfallschutz, Plug-In-Hybrid-Antriebskonzepte sowie Elektro-Antriebs-Innovationen, die in Summe zwei Drittel aller Innovationen ausmachen. Zu den übrigen Neuheiten gehören u.a. Innovationen beim Interieur, beim Brennstoffzellen-Antrieb und bei Low Budget Cars.

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