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Die Rückkehr des Trendsetters! © Honda/Paul Harmer

Die erste Generation war ihrer Zeit knapp voraus, nun kommt ein neuer Anlauf mit dem City-SUV Honda HR-V ab 20.990 Euro..

© Honda/Paul Harmer

Die erste Generation war ihrer Zeit knapp voraus, nun kommt ein neuer Anlauf mit dem City-SUV Honda HR-V ab 20.990 Euro..

18.09.2015

Die Rückkehr des Trendsetters!

Vom lukrativen, immer noch stark wachsenden SUV-Markt möchte auch Honda ein Stückchen; die Reinkarnation des City-SUV HR-V soll daran maßgeblich beteiligt sein.

••• Von Gregor Josel

WIEN. Als Honda mit dem kompakten HR-V 1998 auf den Markt kam, war die Zeit noch nicht so recht reif für ein damals ungewöhnliches Fahrzeugkonzept wie jenes. Der dreitürige City-SUV mit nur drei Türen bot auf knapp 4 Metern Länge durch seinen strengen, eckigen Aufbau geräumige Platzverhältnisse. Das konnte damals noch nicht so recht für Begeisterung sorgen, nicht mal mit Allradantrieb für unser bergiges Land.

Im Gegensatz zur Neuauflage des HR-V kann man seinem pragmatischen, aber doch auch irgendwie witzigen Vorgänger eine gewisse Schrulligkeit nicht absprechen. In Generation zwei geht man bei Honda kein Risiko mehr ein und verfolgt ein scheinbar wasserdichtes Erfolgsrezept.
Rund 4,3 Meter SUV, basierend auf dem ebenfalls neu erscheinenden Kleinwagen „Jazz”, mit feschem Design und einer knackigen, coupéhaften Dach­linie (inklusive versteckten hinteren Türgriffen) versehen – voila, fertig ist der attraktive Kassenschlager der Zukunft und „Kleinwagen mit Mehrwert”, wenn man Mini-SUVs, die oftmals gar nicht mehr so mini sind, so einordnen möchte.

Raumwunder mit Grips

Dass Beine und Köpfe einziehen eher out ist, macht auch das gute Raumangebot auf allen Plätzen im HR-V deutlich. Dank 2,60 Meter Radstand hat man hinten mehr Beinfreiheit als in manch ausladenderem SUV, und trotz der flachen Dachlinie ist ausreichend Kopfraum vorhanden. 470 Liter Kofferraumvolumen plus bei einer trotz höhergestelltem Fahrwerk niedrigen Ladekante sorgen für hohen Nutzwert in der Praxis. Die schlaue Rücksitzbank, die sich der HR-V mit seinem Konzeptbruder „Jazz” fast 1:1 teilt, ist dank „Magic Seats”, also aufstellbaren Sitzkissen für den Transport sperriger, hoher Güter, ein weiterer Bringer bei alltäglichen Transportaufgaben. Die Sitzposition vorn ist aufgrund der hohen Mittelkonsole sportlich angehaucht, was der HR-V im Fahrbetrieb dann nicht so ganz einzulösen vermag.

Kein Allradantrieb

Dass pure Dynamik und Leistungsfähigkeit in dem Segment nicht so wirklich nachgefragt wird, sollte sowieso klar sein. Also ist für den Urban-SUV, wie der HR-V von Honda genannt wird, kein Allradantrieb erhältlich. Wenn das am schwierigsten zu erklimmende Hindernis ein Randstein oder die Rampe der Parkgarage ist, wird man kaum weiteres Geld in die Hand nehmen und mit dem serienmäßigen Frontantrieb gutes Auslangen finden.

Zum Konzept der pflichterfüllenden, effizienten Technik passt auch das überschaubare Motorenangebot. Ein 1,5 Liter- Benziner mit 130 PS (optional auch mit CVT-Automatik), oder auch ein 120 PS starker Sechzehnhunderter-Diesel mit 6-Gang-Handschaltung sorgen für ausreichenden Vortrieb. Wenn man das serienmäßige Stop/Start-System nutzt und die bei sparsamer Fahrweise grün glimmende Eco-Anzeige rund um den Tacho zufriedenstellt, sind beim Dieselmotor Verbräuche um 4 Liter auf 100 Kilometer angegeben.
Wer so verhalten unterwegs ist, wird auch mit der Geräuschdämmung des angenehm laufenden Dieselmotors zufrieden sein; bei höherer Last und Geschwindigkeit wird die sparsamer eingesetzte Dämmung deutlicher. Trotzdem fühlt sich der HR-V deutlich erwachsener an als ein „am Boden gebliebener” Kompakter in dieser Größe. Der doch recht empfindliche „Aufpreis” von seinem Bruder Jazz von rund 4.000 Euro, mit je nach Motor und Ausstattungsvariante Preisen von 20.990 Euro bis 28.190 Euro in der „Executive”-Ausstattung mit Feinheiten wie Navi, LED-Scheinwerfern und Panoramadach inklusive, lohnt sich zweifellos. Der HR-V ist ein erwachsenes Auto.

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