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Fahren per Flatrate: all-inclusive zum Fixpreis © Panthermedia.net/Lightpoet
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Redaktion 21.02.2020

Fahren per Flatrate: all-inclusive zum Fixpreis

Die flexibelste Art, Auto zu fahren: Immer mehr Firmen bieten all-inclusive-Fahrzeug-Angebote auf Zeit.

WIEN. Online mit ein paar Klicks je nach Bedarf, Lust und Laune ein Auto suchen, die Auswahl bestätigen, zum Auto gehen und losfahren. Was so einfach klingt, hat sich in den vergangenen Jahren bereits bewährt: Gleich mehrere Carsharing-Anbieter konnten sich mehr oder weniger erfolgreich am Markt etablieren.

Warum aber nicht noch einen Schritt weiter gehen und das Fahrzeug gleich zu einer vordefinierten Kilometerpauschale zu einem monatlichen all-inclusive-Fixpreis über einen längeren Zeitraum mieten?
Eine gute Frage, die seit Längerem Hersteller, Importeure und Unternehmer umtreibt und für die mittlerweile auch erste Hersteller wie Volvo und Volkswagen sowie innovative Anbieter wie Cluno, like2drive und ViveLaCar eine Antwort gefunden haben.
Das deutsche Start-up ViveLaCar beispielsweise ist im Frühjahr 2019 gestartet und bietet online derzeit mehr als 200 verschiedene Modelle von rund 20 Marken an mehr als 300 Standorten deutschlandweit an.

Großes Zukunftspotenzial

In den fixen Monatsratem sind sämtliche Kosten außer dem Kraftstoff inkludiert, was für den deutschen Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer durchaus Zukunftspotenzial hat.

„Zum Teil ist das Auto-Abo günstiger als Barkauf oder Fremdfinanzierung, das Risiko des Gebrauchtwagenverkaufs entfällt”, so Dudenhöffer. „Damit hat das Modell eine durchaus vielversprechende Chance am Markt.”

Sharing Economy

Vom Potenzial überzeugt ist auch die Vienna Insurance Group, die sich im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde mit 20% an dem deutschen Start-up beteiligt hat und dabei helfen will, den Anbieter auch am rot-weiß-roten Markt zu etablieren.

„Uns überzeugt diese einfache und transparente Möglichkeit, mobil zu sein”, erklärt Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group. „Kein eigenes Auto mehr zu besitzen, aber mobil zu sein, wenn es notwendig ist, entspricht dem Gedanken der ,Sharing Economy'. Auch alles völlig digital und ohne Risiko für den Kunden, Verträge oder Behördenwege abzuwickeln und sich obendrein nicht um die Wartung eines Fahrzeugs kümmern zu müssen, folgt dem Zeitgeist nach unbürokratischen Mobilitätslösungen.”
ViveLaCar bietet ausschließlich Bestandsfahrzeuge von Marken-Vertragshändlern zur Nutzung im Abonnement an und baut daher keinen eigenen Fahrzeugbestand auf. Das reduziert den logistischen Aufwand, beschleunigt den Prozess und schont Ressourcen sowie die Liquidität des jungen Unternehmens; zudem werden so Fahrzeuge aktiviert, die bisher ungenutzt vor den Autohäusern stehen und auf Käufer warten – oft monatelang.

Österreich-Start noch 2020

Für die geplante Expansion nach Österreich und in die Schweiz, die noch für das laufende Jahr geplant ist, wurde bereits eine Tochtergesellschaft, die ViveLaCar Wien GmbH, gegründet. Den Aufbau der Aktivitäten leitet Co-Grüner Martin Rada als Geschäftsführer.

Sowohl in der Schweiz, als auch in Österreich konnten den Angaben des Unternehmens zufolge bereits wichtige Kooperationen mit Automobilimporteuren geschlossen werden. „Noch in diesem Frühjahr werden wir hier unsere Aktivitäten starten und dann im Sommer die markenoffene Plattform ausrollen”, so Rada. (red)

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