AUTOMOTIVE BUSINESS
Gewinn-Rückgang bei Magna © Andrea Allmer/Wikipedia CC BY SA 4.0

Bei Magna Steyr in Graz wurden im Vorjahr rund 158.400 Fahrzeuge gefertigt.

© Andrea Allmer/Wikipedia CC BY SA 4.0

Bei Magna Steyr in Graz wurden im Vorjahr rund 158.400 Fahrzeuge gefertigt.

Redaktion 27.02.2020

Gewinn-Rückgang bei Magna

Der Nettogewinn des Konzerns lag 2019 fast um ein Viertel unter dem Jahr davor, die Erlöse konnten hingegen knapp gehalten werden; bei Magna Steyr Graz gab es ein Umsatzplus.

GRAZ. Der austro-kanadische Autozulieferkonzern Magna musste im Vorjahr einen Gewinn- und Umsatzrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn sank deutlich um 23% von 2,11 auf 1,63 Mrd. € - im dritten Quartal waren ja wie berichtet sogar Verluste angefallen. Die Erlöse sanken um 3,4 Prozent von 37,53 auf 36,25 Mrd. €. Fürs laufende Jahr 2020 erwartet Magna 34,93 bis 36,77 Mrd. € Umsatz. Bei Magna Steyr in Graz, im Bereich Complete Vehicles, wuchsen die Umsätze voriges Jahr im Gegensatz zum Konzerntrend von 5,53 auf 6,17 Mrd. €, davon entfielen laut einer Aussendung des Zulieferers 6,12 (nach 5,49) Mrd. € auf externe Erlöse. Heuer soll das Segment 5,52 bis 5,88 Mrd. € umsetzen, heißt es. Die Zahl der bei Magna Steyr assemblierten Fahrzeuge ging im vierten Quartal im Jahresabstand um sieben Prozent auf 33.900 (36.600) zurück; Angaben zum Gesamtjahr wurden nicht gemacht, doch waren nach früheren Informationen in Graz bis September 124.500 Autos (plus 15%) vom Band gerollt, die 4,83 Mrd. € Neunmonats-Umsatz generierten. Im Schlussquartal lagen die Umsätze im Segment Complete Vehicles mit 1,46 Mrd. € um 13 Prozent unter dem Vorjahr. Der Rückgang bei Magna Steyr in Graz im Schlussquartal 2019 war laut Konzern in erster Linie auf niedrigere Volumina beim Jaguar I-Pace und der BMW 5er-Serie sowie auf eine Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen. Teilweise wurde das durch die Einführung des Toyota Supra und des BMW Z4 sowie einen verbesserten Mix ausgeglichen, heißt es. Das operative Ergebnis (adjusted EBIT) des Segments Complete Vehicles verbesserte sich 2019 von 63 auf 132 Mio. € (dabei von 22 auf 40 Mio. im vierten Quartal), im Gesamtkonzern gab das EBIT voriges Jahr von 2,86 auf 2,34 Mrd. € nach. Einem Magna-Ausblick von Jänner zufolge sollen die Umsätze des Konzerns bis 2022 auf 37,23 bis 40,00 Mrd. € klettern, um ein bis vier Prozent im Jahr. Mehr Expansion in Europa und Asien führe zu einer ausgewogeneren Diversifizierung. (jz)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL