AUTOMOTIVE BUSINESS
IAA kämpft mit Besucherschwund © IAA Oliver Tamagnini

Kamen 2015 noch 932.000 Besucher auf die IAA, waren es heuer mit 560.000 deutlich weniger.

© IAA Oliver Tamagnini

Kamen 2015 noch 932.000 Besucher auf die IAA, waren es heuer mit 560.000 deutlich weniger.

Redaktion 26.09.2019

IAA kämpft mit Besucherschwund

Mit der rückläufigen Zahl der Aussteller ging auch die Besucherzahl zurück: Nur 560.000 Besucher wollten heuer auf der IAA neue Fahrzeuge schauen.

FRANKFURT AM MAIN. Die Automesse IAA in Frankfurt hat in diesem Jahr so wenige Besucher angelockt wie seit Jahren nicht. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zählte gut 560.000 Besucher, wie der VDA als Veranstalter mitteilte. Bei der letzten Auflage der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vor zwei Jahren waren es noch 810.000 Besucher gewesen und davor waren 2015 sogar 932.000 Menschen in die Frankfurter Messehallen.

Den diesjährigen Einbruch führte VDA-Präsident Bernhard Mattes unter anderem darauf zurück, dass wichtige Hersteller aus Japan, den USA, Frankreich und Italien der Branchenschau ferngeblieben waren. Die Zahl der Aussteller schrumpfte von fast 1.000 auf 838. Zudem setzte die Debatte über den Klimaschutz Hersteller und Zulieferer unter Druck. Am ersten Messewochenende hatten Umweltschützer und Klimaaktivisten stundenlang den Haupteingang zum Messegelände blockiert.

Ob die IAA in zwei Jahren wieder in Frankfurt ausgerichtet werden wird, ist aufgrund der schlechten Bilanz ungewiss. Diskutiert wird ein neues Messekonzept mit wechselnden Veranstaltungsorten. VDA-Präsident Mattes strebt bis Ende dieses Jahres eine Standortentscheidung an. Klar ist bereits: Für den früheren Ford-Deutschland-Chef Mattes war es die letzte IAA als VDA-Präsident. Mattes hatte am Tag der Messeeröffnung seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Wer den einflussreichen Lobbyverband künftig führen wird, ist bisher offen. (jz)

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