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Infineon will Kfz-Chipnachfrage decken © Infineon Austria

Die neue Villacher Chip-Fabrik bringt 400 hochqualifizierte neue Arbeitsplätze am Kärntner Standort. Davon waren Anfang Februar bereits etwas mehr als die Hälfte besetzt.

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Die neue Villacher Chip-Fabrik bringt 400 hochqualifizierte neue Arbeitsplätze am Kärntner Standort. Davon waren Anfang Februar bereits etwas mehr als die Hälfte besetzt.

Jürgen Zacharias 04.03.2021

Infineon will Kfz-Chipnachfrage decken

Im neuen Werk in Villach können laut dem Zulieferer ausreichend Chips für Antriebe von 25 Millionen Elektroautos jährlich produziert werden.

MÜNCHEN/VILLACH. Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon will die steigende Nachfrage der Autobranche nach Chips auch mit Hilfe seines neuen Werks in Kärnten decken. In der Fabrik in Villach könnten künftig ausreichend Halbleiter etwa für die Antriebe von 25 Millionen Elektroautos im Jahr gefertigt werden, sagte Infineon-Konzernchef Reinhard Ploss vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es dem Konzern gelinge, auch langfristig den wachsenden Bedarf der Kunden zu bedienen. Infineon habe früher als Wettbewerber damit angefangen, die Kapazitäten auszubauen und habe deswegen einen Vorsprung.


Die Produktion in dem neuen Werk soll laut Ploss im Frühherbst beginnen, drei Monate früher als ursprünglich geplant gewesen war. Künftig habe Infineon mit Villach und Dresden zwei große Werke, die auf den großen 300-Millimeter-Scheiben produzierten, so der Konzernchef weiter.

Die Knappheit bei Halbleitern macht der Autobranche derzeit weltweit zu schaffen, Hersteller wie Volkswagen oder Ford mussten Kurzarbeit anmelden. Ein Sprecher des US-Autobauers kündigte an, dass Ford seine Kurzarbeit in mehreren europäischen Werken ausweiten wird. So seien in Köln für März drei weitere Kurzarbeit-Tage eingeführt worden. Experten rechnen nicht mit einem schnellen Ende der Chip-Knappheit. (jz)

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