AUTOMOTIVE BUSINESS
Japanischer Dauerbrenner tritt in große Fußstapfen
Gregor Josel 03.04.2015

Japanischer Dauerbrenner tritt in große Fußstapfen

Nissan X-Trail Die dritte Generation des weltweit meistverkauften Nissan ist vor allem eines – zeitgenössisch

Die Japaner nehmen sich viel vor mit dem neuen, stylishen SUV – das Zeug zum Erfolg hat er bestimmt.

Der Nissan X-Trail ist Raumwunder und Allrounder zugleich – bei den Händlern steht er mit Frontantrieb ab 27.990 Euro.

Wien. Für Nissan ist der X-Trail eine echte Cashcow. Damals, vor 14 Jahren, war der Japaner so etwas wie ein Vorreiter und, bis auf ein paar Ausnahmen, allein auf weiter SUV-Flur. Die erste Generation besaß ein kantiges Design und lehnte sich damit an den klassischen Offroadern an; trotzdem wurde sie auch bereits als reiner Fronttriebler angeboten. Bei der zweiten Generation musste man zwei Mal hinsehen, um die Unterschiede auszumachen. Bei der dritten Generation muss man ebenfalls zwei Mal hinsehen … aber diesmal, um überhaupt Ähnlichkeiten mit den Vorgängern auszumachen. Das schwere Leiterrahmen-Design ist passé, jetzt strahlt der X-Trail in sportlich-urbanem SUV-Look. Mit der neuen Frontpartie gliedert er sich perfekt zwischen Qashqai und Murano ein und schließt zugleich auch das letzte Design-Kapitel der großen Nissans ab. Jetzt tragen alle dasselbe Markengesicht, leider hat es der neue Pathfinder mit gleicher Front nicht über den großen Teich geschafft. Die Zeit der gro-ßen, harten und kompromisslosen Geländewägen ist eben vorbei, heute müssen auch die Hartgesottenen den Spagat schaffen zwischen dem Großstadtdschungel und dem unwegsamen Gelände.

Raum für mehr

Mit der neuen Generation Qashqai fällt die +2 Variante und somit der Siebensitzer weg, die Kunden will Nissan mit dem X-Trail auffangen, den es auf Wunsch mit zwei zusätzlichen Sitzen im Laderaum gibt. Dank der einzeln verschiebbaren Rücksitze in der zweiten Reihe haben so auch große Kinder Platz. Vor allem die zweite Reihe profitiert vom 75 Millimeter längeren Radstand gegenüber dem Vorgänger. Üppige Knie- und Kopffreiheit garantieren Komfort auch auf langen Strecken.

Mehr Platz im Kofferraum

Sonst hat sich im Bereich der Außenmaße wenig verändert: Einen Zuwachs von acht Millimetern gibt es in der Länge, die Höhe blieb gleich, und auch die Bodenfreiheit von 210 Millimeter blieb unverändert. Der Kofferraum fasst mit 550 Liter nun 71 Liter mehr als der Vorgänger, bei umgeklappter Fondbank entstehen sogar stattliche 1.980 Liter. Aufgewertet wurden die Materialien im Innenraum. Soft-Touch-Oberflächen sorgen für elegantes Flair, das Kombiinstrument glänzt mit neuer Grafik und ein Sieben-Zoll-Touchdisplay sorgt für reichlich Entertainment.

Einfache Motorenwahl

Nissan nimmt einem die Wahl nach der Motorisierung ab: Den X-Trail gibt es nämlich nur mit einem einzigen Aggregat. Der aus dem Qashqai bekannte 1,6-Liter-Dieselmotor mit 130 PS und 320 Nm treibt den SUV an. Der Vorteil des kleinen Motors ist der Normverbrauch von lediglich 4,9 Litern auf 100 Kilometer. Je nach Vorliebe ist das Aggregat an ein Sechsgangschalt- oder ein stufenloses Automatikgetriebe gebunden, das die Kraft entweder auf die vorderen oder alle vier Räder verteilt. Wie beim Vorgänger wird die Kraftverteilung über einen Drehregler gewählt. Frontantrieb, automatisch zuschaltbarer Allradantrieb und eine Sperre mit fester 50:50-Verteilung sind so möglich. Die Sicherheit wird im X-Trail ebenfalls groß geschrieben: Spurhalteassistent und Verkehrsschildererkennung sind optional ebenso an Bord, wie ein aktives Fahrwerk, das mittels leichten Bremseingriffen Schwingbewegungen vermindert. Die Preise starten bei 27.990 Euro, da bereits inbegriffen sind Tempomat, Klimaanlage oder auch 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Wer lieber zum Allradantrieb greift, für den beginnt der X-Trail bei 33.780 Euro. Der Nissan X-Trail reiht sich ideal in die hauseigene SUV-Fraktion ein. Nicht zu groß, dafür mit attraktivem Raumangebot und guten Ausstattungspaketen steht er somit schon wieder fast ein wenig allein da.

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