AUTOMOTIVE BUSINESS
Magna sieht die Zukunft wieder optimistischer © APA/Ingrid Kornberger
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Redaktion 13.11.2020

Magna sieht die Zukunft wieder optimistischer

Zulieferer mit nur mehr leichten Umsatzrückgängen und einem höheren Betriebsergebnis im dritten Quartal.

AURORA/GRAZ. Gute Nachrichten für Magna: Der austrokanadische Automobilzulieferer durfte sich nach einem turbulenten ersten Halbjahr im dritten Quartal über die Rückkehr in die Gewinnzone freuen. Die Erlöse sanken im Jahresabstand Corona-bedingt zwar um zwei Prozent auf 9,13 Mrd. US-Dollar (7,72 Mrd. Euro), das EBIT stieg im gleichen Zeitraum allerdings von 558 auf 778 Mio. US-Dollar (von 472 auf 658 Mio. Euro). Unterm Strich blieben damit 405 Mio. US-Dollar (343 Mio. Euro) Nettogewinn, nach 233 Mio. US-Dollar (197 Mio. Euro) Nettoverlust ein Jahr davor.

Rot-weiß-rote Rückgänge

Deutlicher als beim Gesamtkonzern waren die Umsatzrückgänge bei Magna Steyr in Graz. Die Erlöse mit dem Zusammenbau kompletter Fahrzeuge sanken das dritte Quartal in Folge, von 1,52 auf 1,40 Mrd. US-Dollar (1,29 auf 1,18 Mrd. Euro). Insgesamt liefen in der Steiermark von Juli bis September 27.300 Komplettfahrzeuge vom Band, im dritten Quartal 2019 waren es noch 35.600 gewesen.

Im Vergleich zu den Monaten davor bedeutet das allerdings eine Verbesserung. Im zweiten Quartal hatte sich der Umsatz nämlich im Vergleich zum Vorjahr sogar halbiert, die Zahl der gefertigten Fahrzeuge ging in den ersten neun Monaten um rund 40% von 124.500 auf 75.000 zurück.

Graz performt operativ

Der Umsatzrückgang bei „Complete Vehicles” sei vor allem auf das geringere Montagevolumen zurückzuführen, in dem ein negativer Einfluss der Covid-19-Pandemie in Höhe von etwa 625 Mio. US-Dollar (529 Mio. Euro) enthalten sei, rechnete Magna zu der Grazer Division vor. Diese Faktoren seien teilweise durch höhere technische Umsätze ausgeglichen worden, heißt es.

In den neun Monaten zusammen steuerte Graz 3,66 Mrd. US-Dollar (3,10 Mrd. Euro) zum Konzernerlös von 22,08 Mrd. US-Dollar (18,67 Mrd. Euro) bei, 2019 waren es noch 5,25 von 30,04 Mrd. US-Dollar (4,44 von 25,41 Mrd. Euro) gewesen.
Operativ schlug sich Magna Steyr in Graz deutlich besser: Das Betriebsergebnis (EBIT) wuchs im dritten Quartal von 29 auf 70 Mio. Dollar (von 25 auf 59 Mio. Euro), und die EBIT-Marge legte von 4,4 auf 5,2 Prozent zu. In den neun Monaten zusammen stieg das EBIT der Einheit „Complete Vehicles” von 100 auf 164 Mio. Euro, die EBIT-Marge von 1,9 auf 4,5 Prozent.

Ausblick auf das Gesamtjahr

Damit wies das Assembling von Komplettfahrzeugen die höchste EBIT-Marge aller Konzerndivisionen auf. Im ersten Halbjahr war dies überhaupt der einzige Bereich mit einer positiven Marge gewesen, jedoch schwanken diese Kennzahlen immer wieder recht stark.

Für das restliche Jahr ist Magna nun wieder deutlich zuversichtlicher als zuletzt. Im Gesamtjahr sollen die Komplettfahrzeug-Umsätze 5,4 bis 5,6 Mrd. US-Dollar (4,6 bis 4,7 Mrd. Euro) ausmachen, der gesamte Konzernerlös 31,5 bis 32,5 Mrd. US-Dollar (26,6 bis 27,5 Mrd. Euro). Diese Umsatzprognose hob Magna am Freitag an, bisher erwartete man fürs Gesamtjahr 30 bis 32 Mrd. Dollar. (red)

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