AUTOMOTIVE BUSINESS
Massive Bremsspuren erwartet © Panthermedia.net/Sasha Khalabuzar

Lief der Kfz-Markt hierzulande im Februar noch weitgehend unbeeinflusst von der Coronakrise, sind im März nun deutliche Rückgänge zu erwarten.

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Lief der Kfz-Markt hierzulande im Februar noch weitgehend unbeeinflusst von der Coronakrise, sind im März nun deutliche Rückgänge zu erwarten.

Redaktion 26.03.2020

Massive Bremsspuren erwartet

EY-Ausblick: Der Automobilbranche drohen infolge der Coronakrise enorme Absatzrückgänge, ein seriöser Ausblick auf das Gesamtjahr ist „derzeit nicht möglich“.

WIEN. Die Unternehmensberatung EY erwartet für die kommenden Monate massive Einbrüche in der Kfz-Industrie. Laut einer aktuellen Presseinformation wird vor allem im April der Neuwagenmarkt praktisch zum Erliegen kommen. Eine Prognose für das Jahr 2020 sei wegen der Coronaviruskrise nicht mehr möglich. Schon im Februar 2020 gab es auch EU-weit Rückgänge, die noch gar nicht so sehr auf die aktuelle Epidemie zurückzuführen sind.

Laut Gerhard Schwartz, Partner und Sector Leader Industrial Products bei EY Österreich, werde man in Ländern, in denen das öffentliche Leben aufgrund der Coronakrise schon früh stark eingeschränkt wurde, die stärksten Einbußen schon im März sehen. Dazu zähle nach Italien, Frankreich, Österreich und Spanien auch der starke Automarkt Deutschland. Es gelte nun, so Schwartz, vor allem bei kleineren Unternehmen ein vorausschauendes Liquiditätsmanagement zu installieren, um die kommenden Monate zu überstehen: „Auch wer jetzt nur geringe Umsatzeinbußen sieht, sollte seine Liquiditätsplanung sowie seine Lagerhaltung optimieren und Forderungen frühzeitig geltend machen.“ In Österreich wurden bereits Maßnahmen seitens der Politik zur Abfederung der Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft verabschiedet.

„Die großen Player haben zumeist die finanziellen Möglichkeiten, längere Notzeiten durchzustehen – kleinere Zulieferer und viele Autohäuser hingegen häufig nicht“, so Schwartz, für den eine Normalisierung derzeit noch nicht absehbar ist. „Wir müssen uns auf zwei sehr harte Monate einstellen. Die Branche wird danach nicht mehr die gleiche sein wie vor der Krise.“ (jz) 

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