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Mazda wünscht sich mehr Firmenkunden © Mazda Austria
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Redaktion 04.06.2021

Mazda wünscht sich mehr Firmenkunden

War in der Vergangenheit lediglich jeder zehnte Käufer ein Firmenkunde, soll es in zwei Jahren jeder vierte sein.

WIEN. Bei Mazda Austria gibt es derzeit nicht viel Grund zu klagen. Natürlich, der doch starke Zulassungsrückgang von 37,8% im vergangenen Jahr (von 11.055 Fahrzeugen 2019 auf „nur” 6.876) tat weh, heuer geht es mit einem Plus von 58,8% in den ersten vier Monaten aber wieder deutlich bergauf.

Und in ähnlicher Tonart soll es auch in den kommenden Monaten weitergehen, wie Mazda Austria-Chef Heimo Egger kürzlich bei einem Medientermin in Wien erklärte: „Wir wachsen heuer bislang deutlich stärker als der Markt, und die heimischen Mazda-Partner haben mit Stand jetzt bereits doppelt so viele unterschriebene Kaufverträge in der Tasche als vergangenes Jahr um diese Zeit – konkret 1.800. Wir sind daher mehr als zuversichtlich, unsere Ziele für das laufende Jahr erreichen zu können.”

Gesund wachsen

Die aktuellen Zahlen sind für Mazda durchaus bemerkenswert, fischt die japanische Marke doch hierzulande bislang beinahe ausschließlich im Privatkundengeschäft. Nur eines von zehn seiner Autos verkauft Mazda in Österreich derzeit an gewerbliche Kunden, die herstellerübergreifend aber für rund zwei Drittel aller Neuzulassungen verantwortlich sind.

Verständlich, dass Mazda da nun brachliegende Wachstumspotenziale ortet und zum Angriff bläst. Mit dem neuen B2B-Verantwortlichen Patrick Plessnig soll die Zahl der gewerblichen Verkäufe mittelfristig bis 2023 auf zumindest 25% erhöht werden.
Langfristig könne das aber freilich nur „ein Zwischenziel sein”, so Plessnig, soll der Anteil weiter erhöht werden. „Wichtig ist dabei aber, dass wir nicht um jeden Preis, sondern gesund wachsen.”

Stark aufgestellt

Mazda sieht sich für die Aufholjagd im B2B-Segment gut gerüstet. Mit dem im September 2020 gekommenen vollelektrischen MX-30 sowie zwei neuen Plug-in-Hybridmodellen und einem Vollhybrid, die in den nächsten elf Monaten auf den Markt kommen, will man verstärkt am dank attraktiver staatlicher Förderprämien boomenden Markt für alternative Antriebe partizipieren. Für 2022 ist zudem eine neue schadstoffärmere Diesel- und Benzinmotorengeneration geplant. Darüber hinaus möchte Mazda auch frische Vertriebsmodelle wie Auto-Abos und Sharing-Möglichkeiten in sein Angebot aufzunehmen und neue Partner wie Operating Leasings ins Boot holen, wie Heimo Egger und Patrick Plessnig betonen.

Chancen im Förderdschungel

Um die großen Flottenkunden wird sich dabei Mazda Austria als Importeur zentral kümmern. Verstärkt wolle man auch an internationalen Ausschreibungen teilnehmen. Um die Betreuung von KMU und EPU kümmern sich dagegen die Mazda-Partner auf lokaler, persönlicher Ebene. „Da sind wir mit unserem engmaschigen Netzwerk von 120 Outlets bereits sehr gut aufgestellt”, so Plessnig.

Potenzial ortet der Mazda-Manager im „undurchsichtigen Förderdschungel”. „Vor allem EPU und Kleinunternehmen fehlt oft die Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen – da sehen wir mit einem guten Informations- und Serviceangebot durchaus Chancen.”

Mazda wird klimaneutral

In die Hände spielen soll Mazda Austria bei der Realisierung seiner B2B-Pläne auch die Absicht des Konzerns, seinen CO2-Fußabdruck bis 2030 um die Hälfte zu senken und bis 2050 komplett klimaneutral zu werden. „Dafür rechnet Mazda nicht allein mit Energieversorgung und Fahrbetrieb – das wäre von der Quelle zum Rad”, so Heimo Egger abschließend. Nachsatz „Vielmehr kalkuliert Mazda nach der strengeren Lifecycle-Assessment-Formel, also inklusive Rohstoff­erzeugung, Autoproduktion, Wartung und Entsorgung beziehungsweise Recycling.” (red)

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