AUTOMOTIVE BUSINESS
Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn © Polytec / Taverne Manuel

2021 erzielte Polytec Erlöse von 555,9 Mio. Euro – um 6,5 Prozent mehr als im Jahr davor.

© Polytec / Taverne Manuel

2021 erzielte Polytec Erlöse von 555,9 Mio. Euro – um 6,5 Prozent mehr als im Jahr davor.

Jürgen Zacharias 29.04.2022

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Autozulieferer Polytec blickt positiv auf das 2021er-Jahr zurück, lässt sich bei der aktuellen Geschäftsentwicklung aber nicht in die Karten schauen.

HÖRSCHING. Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat 2021 mehr Umsatz erzielt und ist trotz Marktverwerfungen weiter in der Gewinnzone geblieben. Die Erlöse wuchsen laut Angaben des Unternehmens um 6,5 Prozent auf 555,9 Mio. €, der Nettogewinn sank aber leicht von 9,5 auf 7,0 Mio. €. Wegen der Herausforderungen durch den Mangel an Rohstoffen und Materialien, vor allem Halbleitern, durch die Lieferkettenstörungen und die Folgen des Ukrainekriegs gibt man für das laufende Jahr 2022 keinen Ausblick. Die genannten Faktoren könnten sich heuer auf Umsatz und Ertragsentwicklung auswirken, wie Polytec erklärte. Insbesondere lasse sich nicht abschätzen, in welchem Ausmaß man daraus entstehende Mehrkosten in einer nachhaltigen Preisbildung berücksichtigen werde könne; man reagiere dazu jedoch flexibel und zeitnah und stimme sich eng mit Kunden und Lieferanten ab.

Das Umsatzplus im Vorjahr sei im Vergleich zu dem durch Corona stark beeinträchtigten Jahr 2020 erfolgt, relativierte der Autozulieferer. Grund für das Plus sei im Wesentlichen eine höhere Nachfrage im Bereich Passenger Cars & Light Commercial Vehicles, während der Umsatz bei Commercial Vehicles deutlich gesunken sei.

2021 ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 44,8 (48,3) Mio. € zurück, und die EBITDA-Marge sank von 9,3 auf 8,1 Prozent. Insbesondere ab dem zweiten Quartal hätten die turbulenten Entwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten belastet. Zudem hätten deutlich reduzierte Abrufmengen sowie auch extrem kurzfristige Abrufstornierungen und gestiegene Kosten das Ergebnis gedrückt, heißt es.

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 12,3 (13,0) Mio. €, die EBIT-Marge ging von 2,5 auf 2,2 Prozent zurück. Das Nettoergebnis von 7,0 (9,5) Mio. € entspricht 0,32 (0,29) € je Aktie. Als Dividende werden 0,10 € pro Anteilsschein vorgeschlagen, nur ein Drittel der Ausschüttung für 2020 von damals 0,30 € je Aktie. (jz)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL