AUTOMOTIVE BUSINESS
Miba eröffnete Batteriewerk in Bad Leonfelden © miba

Im neuen Werk können bis zu 20.000 Batteriesysteme jährlich produziert werden.

© miba

Im neuen Werk können bis zu 20.000 Batteriesysteme jährlich produziert werden.

Jürgen Zacharias 07.10.2022

Miba eröffnete Batteriewerk in Bad Leonfelden

Der neue Zweig soll Portfolio des Autozulieferers ergänzen und das Wachstum antreiben. Der Umsatz soll bis 2027 von rund 1 auf 1,5 Mrd. Euro wachsen.

LAAKIRCHEN/BAD LEONFELDEN. Das oberösterreichische Technologieunternehmen Miba mit Sitz in Laakirchen hat in Bad Leonfelden im Mühlviertel sein erstes Batteriewerk eröffnet. Das Batteriegeschäft sei „die ideale Ergänzung“ für das Produktportfolio der Miba, so Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer in einer Pressekonferenz anlässlich der Werkseröffnung. Mit Technologien zur Gewinnung, Übertragung, Speicherung und Nutzung von Energie wolle man bis 2027 von derzeit 1 Mrd. auf 1,5 Mrd. Euro Umsatz wachsen.

Seit 2019 habe Miba bereits 80 Mio. Euro in das eMobility Geschäft investiert, so Mitterbauer. Damals war Miba auch beim Mühlviertler Batterieerzeuger Voltlabor eingestiegen, mittlerweile hat man die Mehrheit. Nun wurde die „VOLTfactory #1“ in Bad Leonfelden eröffnet. Wie aus dem Namen bereits ableitbar, will Miba weitere Batteriewerke errichten – wo genau, richte sich nach der Nachfrage, so Mitterbauer. Ein konkreter nächster Standort stehe noch nicht fest, Oberösterreich sei genauso möglich wie Indien oder die USA.

Man habe den ehemaligen Voltlabor-Standort, der vor fünf Jahren rund zehn Mitarbeiter zählte, nun auf 70 Leute aufgestockt, 20 weitere werden noch gesucht, rechnete Miba-Vorstand Martin Liebl vor. Das Werk in Bad Leonfelden misst 3.900 Quadratmeter und hat eine Produktionskapazität von 500 Megawattstunden. Pro Jahr können damit 50 Millionen Batteriezellen zu 20.000 Batteriesystemen verarbeitet werden. Die dort erzeugten Batterien sollen beispielsweise in Baumaschinen, Pistenraupen, Motorrädern, Booten oder Drohnen Verwendung finden. Es werden aber auch mobile Energiespeicher hergestellt, die wie Notstromaggregate eingesetzt werden. Hier sind vor allem Bauunternehmen die Hauptzielgruppe. Aber man könne die Boxen auch in Berghütten oder bei der Feuerwehr einsetzen, so Miba-Battery-Systems-Geschäftsführer Stefan Gaigg. (jz)

 

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL