AUTOMOTIVE BUSINESS
Miba trotzt Krise © Rudolf Laresser

Zufrieden mit dem Erfolg: CEO Peter Mitterbauer und CFO Markus Hofer mit Miba-Technologien für Elektrofahrzeuge.

© Rudolf Laresser

Zufrieden mit dem Erfolg: CEO Peter Mitterbauer und CFO Markus Hofer mit Miba-Technologien für Elektrofahrzeuge.

Redaktion 10.05.2019

Miba trotzt Krise

Umsatzplus: Der Zulieferer spürt dank breit gefächerter ­Produktpalette die Autokrise weniger als die Konkurrenz.

LAAKIRCHEN. Der oberösterreichische Automobilzulieferer Miba konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2018/19 um elf Prozent auf 985 Mio. € steigern. Davon kommt mit 49% knapp die Hälfte aus dem Automotive-Bereich, der um acht Prozent zulegte und damit deutlich stärker als der Markt. Die übrigen Industriegüter – von Baumaschinen über den Eisenbahnbereich bis hin zu Kraftwerken – machten mit 51% etwas mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes aus und wuchsen im Vorjahr um 14%.

Rege Investitionstätigkeit

Um das Wachstum der vergangenen Jahre halten zu können, baut der Zulieferer derzeit zwei neue Werke in China und eines in Indien. Allein in China investiere man im Zeitraum von 2018 bis 2022 rund 100 Mio. €, berichteten CEO Peter Mitterbauer und Finanzvorstand Markus Hofer im Rahmen der Bilanzpressekonferenz. Insgesamt hat das Unternehmen im Vorjahr 128 Mio. € investiert – 87 Mio. € davon flossen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, 41 Mio. in Forschung und Entwicklung.

In Vorchdorf in Oberösterreich entsteht aktuell der „Miba eMobility Cluster”, wo man das Know-how aus Elektrifizierung und Automobilbranche zusammenbringen will. Bis 2025 will die Miba mehr als 100 Mio. € in die Elektromobilität investieren. Derzeit arbeiten rund 60 Mitarbeiter in Oberösterreich im F&E-Bereich am Thema Elektromobilität, erklärte Mitterbauer. Nehme man dagegen die produzierenden Beschäftigten dazu, komme man weltweit sogar auf mehrere Hundert.

Fachkräftemangel spürbar

Dringend gesucht werden laut dem CEO „E-Mobilitäts-Enthusiasten”, etwa Mechatroniker, Leistungselektroniker oder Software-Ingenieure. Insgesamt spüre man den Fachkräftemangel deutlich, denn „wir könnten da und dort schneller wachsen, wenn es diesen Fachkräftemangel nicht gäbe”.

Weltweit hatte die Miba zum Stichtag 31. Jänner dieses Jahres 7.377 Beschäftigte (2017/18: 6.860) und verfügt über 26 Produktionsstandorte. Die Forschungsquote liegt bei 4,1 Prozent.

Zielsetzung 1 Mrd. Euro

Insgesamt wurde der Ausblick als stabil beschrieben, was man vor allem auf die breit gefächerte Produktpalette zurückführt. Dank dieser habe man auch die Autokrise nicht so stark gespürt wie die Konkurrenz. Als Ziel gibt Miba bereits seit Längerem die Umsatzmarke von 1 Mrd. € bis zum Jahr 2020 aus. Gewinnzahlen publiziert das Unternehmen seit seinem Rückzug von der Börse Ende 2015 nicht mehr, Hofer zeigte sich aber zufrieden. (APA)

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