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Mokka X: Geht die Gleichung auf? © Opel

Der Opel Mokka X wird mit vielen Erfolgskomponenten aus dem Astra aufgewertet. Preise für Österreich sind noch nicht bekannt.

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Der Opel Mokka X wird mit vielen Erfolgskomponenten aus dem Astra aufgewertet. Preise für Österreich sind noch nicht bekannt.

12.02.2016

Mokka X: Geht die Gleichung auf?

Opel spendiert dem erfolgreichen Kompakt-SUV Mokka ein X im Namen und erfolgreiche Komponenten aus dem Astra.

••• Von Bernhard Katzinger


RÜSSELSHEIM. Nur noch drei Wochen sind es bis zur nächsten europäischen Autoschau, den 86. Genfer Automobilsalon. In den Chor der Autobauer, die im Vorfeld der Messe ihr Programm ankündigen, mischt sich nun auch Opel und rührt die Werbetrommel für den umfassend überarbeiteten Kompakt-Geländewagen – so umfassend, dass auch der Name um den Faktor X erweitert wird. Wofür steht die Variable, geht die ­Gleichung auf?

Der Mokka X hat nicht nur die Verkaufszahlen, sondern auch das Image der Marke mit dem Blitz ordentlich aufpoliert. Dieser Effekt soll sich durch eine ganze Familie von SUV- und Crossover-Modellen in Zukunft noch verstärken. Es hat noch nie geschadet, dem Zug der Zeit zu folgen, in diesem Fall dem Trend zu robusten und (gemäßigt) geländegängigen Fahrzeugen.

Astra-Erbe

Als Stammhalter dieser neuen Modellpalette wirkt der Mokka X ein Stück erwachsener als der Vorgänger, obwohl sich an den Abmessungen nichts geändert hat. Für einen insgesamt aktuelleren Auftritt sorgen neue Designaspekte und viel aktuelle Technik aus dem neuen Opel Astra. Das gilt zum Beispiel für die Topmotorisierung, einen 1,4-Liter Turbobenziner. Im SUV-Einsatz leistet der Direkteinspritzer 152 PS, kommt serienmäßig mit Sechsgangautomatik und Allradantrieb.

Wobei der All Wheel-Drive die Kraft per elektromagnetischer Lamellenkupplung fließend und je nach Notwendigkeit auf Vorder- und Hinterräder verteilt; bei schlechter Traktion ist eine Verteilung bis zu 50:50 möglich. Selbstverständlich gibt's den Mokka X auch mit dem „Flüsterdiesel” 1,6 CDTI, der im Astra 136 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment leistet und im Coupé auf einen Normverbrauchswert von lediglich 4,1 Liter pro 100 Kilometer kommt.

Erwachsener Auftritt

Auch wenn der Eindruck, der Neue sei gewachsen, täuscht: Die Frontpartie mit dem aufrechten Grill und den beiden Schwingen des Tagfahrlichts lässt den Mokka X optisch breiter wirken.

Auch innen wird der Kompakt-SUV aufgewertet und bietet zum Teil das Infotainment-System aus dem Astra. Auffällig sind die 8-Zoll-Touchscreens in der Mittelkonsole, auf denen auf Wunsch der elektronische Schutzengel namens OnStar läuft. Die Generation Smartphone wird mit der aktuellsten Software für Apple CarPlay und Android Auto bedient, damit sie auch unterwegs nicht auf mobile Kommunikation verzichten muss.

Intelligentes Lichtsystem

Bei der Beleuchtung setzt man ebenfalls auf Technologie aus dem Astra: Die intelligenten AFL-LED-Scheinwerfer (AFL = Adaptive Forward Lighting) passen den Lichtstrahl automatisch der Fahrsituation an und sollen so die bestmögliche Ausleuchtung der Strecke gewährleisten. Zum Repertoire zählen neun unterschiedliche Lichtfunktionen, darunter Stadtlicht, Landstraßenlicht, Kurven- und Abbiegelicht, der Tourist-Modus für die Reise nach England zum Wechseln von Rechts- auf Linksverkehr sowie eine Einpark- und eine Stopp-Funktion. Letztere aktiviert beispielsweise beim Ampel-Stopp den Energiesparmodus.

Statt wie bisher auf Xenonlicht setzen die Opel-Ingenieure beim neuen AFL-System nun auf LEDs. Diese seien komfortabler fürs Auge, und man erspart sich darüber hinaus eine Stellmechanik im Scheinwerfer. Dank des neuen Systems reagiert der Lichtstrahl schneller und präziser auf die jeweilige Fahr- und Umgebungssituation. Als weiteres Sicherheitsplus preisen die Rüsselsheimer die neue Frontkamera an, über die Verkehrsschilderkennung, Abstands- und Frontkollisionswarner sowie der Spurassistent ihre Daten beziehen.

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