AUTOMOTIVE BUSINESS
Nachfrageschwäche droht © APA/AFP/Thomas Kienzle

Hersteller tun sich mit dem Verkauf ihrer aktuell produzierten Fahrzeuge in Zukunft wohl deutlich schwerer als heute.

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Hersteller tun sich mit dem Verkauf ihrer aktuell produzierten Fahrzeuge in Zukunft wohl deutlich schwerer als heute.

Redaktion 14.10.2022

Nachfrageschwäche droht

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer: Der Automobilmarkt kippt zusehends von einer Angebots- zu einer Nachfrageschwäche.

MÜNCHEN. Der Automarkt steht nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer vor einer Trendwende. Die Autoproduktion von Mai bis August sei um 21 Prozent höher als im Vorjahr – aber jetzt hielten sich Käufer wegen Inflation und drohender Rezession zurück, die Lieferzeiten würden kürzer. „Ein Kippeffekt von einer Angebotsknappheit in einen Kundenmangel oder eine Nachfrageschwäche zeichnet sich immer stärker ab”, sagte Dudenhöffer vor wenigen Tagen.

Hersteller senken Preise

Einzelne Autobauer gewährten angesichts dieser Entwicklung inzwischen wieder etwas mehr Rabatt. Das gelte insbesondere für Modelle und Hersteller, die in den vergangenen Monaten Marktanteile verloren.

Preisstabil hingegen seien bisher Auto-Abos. „Preiserhöhungen bei den Auto-Abos sind allerdings vorgezeichnet. Das gilt insbesondere für Elektroautos und ab dem 1. September 2023 in sehr besorgniserregender Weise für die vollelektrischen Elektroautos”, sagte Dudenhöffer.
Dann falle in Deutschland die Umweltprämie für gewerblich zugelassene Batterie-E-Fahrzeuge ganz weg. Das werde dazu führen, „dass bei Vermietern und Auto-Abo-Anbietern das E-Auto nur doch mit sehr spitzen Fingern angefasst wird”. (APA)

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