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Neuer Evoque feiert seine Wien-Premiere © Range Rover

Ab sofort bestellbar; der Evoque-Listenpreis beginnt in Österreich ab 40.800 Euro.

© Range Rover

Ab sofort bestellbar; der Evoque-Listenpreis beginnt in Österreich ab 40.800 Euro.

Redaktion 31.01.2019

Neuer Evoque feiert seine Wien-Premiere

Neue Modellgeneration: Land Rover hat seinen Premium-SUV Evoque im Vergleich zum Vorgänger deutlich überarbeitet.

WIEN.  Vor wenigen Tagen feierte der neue Range Rover Evoque bei Megadenzel Erdberg seine Wien-Premiere. Der Premium-SUV basiert auf einer aufgefrischten Plattform, übernimmt allerdings die markanten Designmerkmale seines Vorgängers. Chefdesigner Gerry McGovern hat die Oberflächen geglättet, die nach oben ansteigende Gürtellinie verleiht dem Fahrzeug Dynamik, die breit ausgestellten Radhäuser sorgen für einen kräftigen Look und beherbergen auf Wunsch bis zu 21 Zoll große Räder. Für Licht sorgen schmale Matrix-LED-Scheinwerfer und beim Abbiegen dynamische Blinklichter.

Auch innen präsentiert sich der Evoque sehr clean: Vor dem Fahrer gibt es ein farbiges Head-up-Display und drei Monitore: Einen 12,3-Zoll-Instrumentenbildschirm, einen Zehn-Zoll-Infotainment-Bildschirm und einen 9,5-Zoll-Innenspiegelbildschirm. Das Bild für den Innenspiegelbildschirm kommt von einer 1,7-Megapixel-Kamera, die aus der Haifisch-Antenne auf dem Dach in einem Winkel von 50 Grad nach hinten schaut. Dies ist dann von Vorteil, wenn ein voll beladener Gepäckraum den Blick des klassischen Innenspiegels verstellen sollte. Die Kamera ist mit einer wasserabweisenden Linse und einer Schutzlippe gegen Schmutz und Wasser ausgerüstet. Durch Ziehen an einem kleinen Hebel unten am Spiegel ändert sich leicht dessen Winkel, gleichzeitig schaltet sich der Bildschirm aus und es ist ein echtes Spiegelbild zu sehen. Für eine bessere Übersicht ohne elektronische Helfer wurde die Schulterlinie um 20 mm gesenkt.

Es gibt beim neuen Evoque nun mehr und größere Ablagen, die Ablagen in den Türen fassen beispielsweise 1,5 l-Flaschen, und der Stauraum in der Mittelkonsole verdoppelt sich auf 4,5 l. Der Kofferraum wächst dank 20 cm mehr Ladebreite um zehn Prozent auf 591 l, 20% mehr Volumen für den Diesel-Tank. Die Becherhalter in der Mittelkonsole sind jetzt nicht mehr hinter-, sondern nebeneinander angeordnet. Im Fond gibt es Halterungen für Smartphones und Tablets, über den fahrzeugeigenen 4G-Wi-Fi-Hotspot können bis zu acht Endgeräte ins Internet gehen, und im gesamten Innenraum sind sechs USB-Anschlüsse verteilt.

Als erstes Land Rover-Modell verfügt der neue Evoque über eine Smart Settings genannte Technik. Dabei kommen Algorithmen Künstlicher Intelligenz (KI) zum Einsatz, um den Fahrzeug-Systemen die Vorlieben des jeweiligen Fahrers beizubringen. Der Nutzer wird über die Fernbedienung oder sein Smartphone erkannt, sodass das Auto bereits vor dem Einsteigen die entsprechenden Einstellungen für die Position des Lenkrads und des Sitzes vornehmen kann. Außerdem weiß das System nach wenigen Fahrten, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit der Fahrer welche Temperatur einstellt, wen er häufig anruft, ob er die optionale Massagefunktion nutzt – und sorgt auch hier für die richtigen Einstellungen. Bis zu acht Fahrerprofile sind im System hinterlegbar.

Als Antrieb kann der Kunde zwischen drei Vierzylinder-Benzinmotoren (147 kW/200 PS, 184 kW/250 PS, 221 kW/300 PS) und drei Vierzylinder-Dieseln (110 kW/150 PS, 132 kW/180 PS, 177 kW/240 PS) wählen. Alle Aggregate sind quer eingebaut. Den kleinsten Diesel gibt es als Einstiegsmodell mit manueller Sechsgang-Schaltung und Frontantrieb. Alle anderen Motoren sind zum Marktstart immer mit einer neu abgestimmten Neungang-Automatik und Allradantrieb versehen; für den 110 kW/150-PS-Diesel gibt es die Technik gegen Aufpreis. Zur Effizienzsteigerung sind alle Motorisierungen bis auf den Einstiegsdiesel mit Handschalter als 48-Volt-Mild-Hybrid ausgeführt. Dieser speichert über einen Riemen-Starter-Generator beim Bremsen zurückgewonnene Energie in einem im Unterboden untergebrachten Lithium-Ionen-Akku (200 Wh, 14 Pouch-Zellen); beim Wiederanfahren wird diese Energie dann unterstützend eingesetzt. Bei Geschwindigkeiten von unter 17 km/h schaltet das System den Verbrennungsmotor komplett ab, der Elektromotor generiert ein Drehmoment von 100 Newtonmetern. Dies führt zu Kraftstoffeinsparungen von bis zu sechs Prozent.

2019 wird auch noch eine Plug-in-Hybrid-Variante (PHEV: Plug-in Hybrid Electric Vehicle) mit einem 1,5 l-Dreizylinder-Benziner (147 kw/200 PS/280 Nm), einem 80 kW/108 PS/260 Nm) und einem 11,3 kWh-Lithium- Ionen-Akku hinzukommen. Beim PHEV lässt sich je nach Batterieladestand ein rein elektrischer Hinterradantrieb aktivieren. Sämtliche Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6d, sind also sauberer als nach Euro 6d-temp eingestufte Motoren. (jz)

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