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Neuigkeiten von KTM © heikomandl.at

KTM darf sich im ersten Quartal in Europa über ein Verkaufsplus von 22 Prozent freuen.

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KTM darf sich im ersten Quartal in Europa über ein Verkaufsplus von 22 Prozent freuen.

Redaktion 13.06.2019

Neuigkeiten von KTM

KTM entwickelt mit Bajaj eine Plattform für E-Zweiräder, legt im Verkauf deutlich zu und übernimmt Motorcycle Distributors Australia zur Gänze.

MATTIGHOFEN. Der heimische Motorradbauer KTM und sein indischer Partner Bajaj entwickeln eine Plattform für elektrische Zweiräder. Diese sollen mit einer Leistung von 3 bis 10 KW im Bereich von Roller, Moped und Mofa angesiedelt sein, wie es in einer aktuellen KTM-Aussendung heißt. Die Serienproduktion soll 2022 in Indien anlaufen. Die neue Plattform wird als „logische Ergänzung zu den bestehenden Aktivitäten mit Pexco im Husqvarna E-bike Bereich“ bezeichnet.

Neuigkeiten gibt es bei KTM auch aus dem Verkauf, der sich im ersten Quartal sehr gut entwickelt habe. KTM habe die Zulassungen in Europa um 22% gesteigert, der Marktanteil habe auf 12,3% zugelegt. In Indien sei der Absatz um 30% gestiegen. Die seit Ende März laufenden Überlegungen, dass die Bajaj-Gruppe ihre Beteiligung an der KTM AG auf die Muttergesellschaft KTM Industries überträgt, „werden vorerst hingegen nicht weiterverfolgt“, so KTM. Bajaj werde also unverändert 48% an der KTM AG halten.

Eine Übernahme gibt es hingegen in Down Under, wo KTM die Motorcycle Distributors Australia zur Gänze übernommen habe. Die KTM-Tochter KTM Sportmotorcycle stockte ihren Anteil an dem Unternehmen von 26 auf 100% auf. Auch die Vertriebstöchter von Motorcycle Distributors Australia – die Butmac Pty Ltd für die Marke KTM und die HQVA Pty Ltd für die Marke Husqvarna – sowie die KTM Motorcycle Distributors NZ in Neuseeland werden zu 100%igen Tochtergesellschaften der KTM-Gruppe. Damit steigt das Unternehmen zur drittgrößten Tochter der KTM auf. Das Geschäft in Australien und Neuseeland habe sich mit mehr als 10.000 verkauften KTM- und Husqvarna-Motorrädern bereits zum drittgrößten Markt der Welt entwickelt, heißt es in einer Aussendung.

Auf die Mitarbeiter habe die Übernahme keinen Einfluss. „Der Eigentümerwechsel ist sowohl für das Unternehmen als auch für den Markt eine bedeutende Entwicklung, hat jedoch keine Auswirkungen auf die Mitarbeiter der KTM-Gruppe oder die etablierten Händlernetze für KTM, Husqvarna Motorcycles und WP Suspension“, sagt CSO der KTM Industries, Hubert Trunkenpolz. (jz)

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