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ÖAMTC sieht Verbrennungsmotor gerettet © ÖAMTC/APA Fotoservice Hoermandinger

ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold freute sich über den „offenen und konstruktiven Austausch“.

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ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold freute sich über den „offenen und konstruktiven Austausch“.

Jürgen Zacharias 09.06.2021

ÖAMTC sieht Verbrennungsmotor gerettet

Autofahrerclub nach Termin bei Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Ein Verbot des Verbrennungsmotors steht weder im Regierungsprogramm noch auf europäischer Ebene zur Diskussion.“

WIEN. Der ÖAMTC hat sich gemeinsam mit weiteren Interessensvertretern für den Verbrennungsmotor stark gemacht. Nach einem Termin bei Bundeskanzler Sebastian Kurz Anfang Juni 2021 zeigte sich der Automobilclub zuversichtlich. Aus dem Kanzleramt selbst hieß es, das Ziel seien „Elektromobilität ohne Atomstrom und Motoren mit synthetischen CO2-neutralen Treibstoffen“. „Wir stehen für die ambitionierten Klimaziele der EU. Am Weg zur Klimaneutralität ist nicht der Motor entscheidend, sondern der Treibstoff“, erklärte das Bundeskanzleramt nach dem Treffen.

Der ÖAMTC freute sich nach dem Termin über den „offenen und konstruktiven Austausch“. Kurz habe bekräftigt, „dass er für eine Technologieoffenheit eintritt und ein Verbot des Verbrennermotors weder im Regierungsprogramm noch auf europäischer Ebene zur Diskussion steht“, so ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.

Das Treffen der Verbrennungsmotorenvertreter mit Kurz rief auch Klimaschützer auf den Plan. WWF und Global 2000 forderten ebenfalls einen Termin mit dem Regierungschef. Sie kritisieren: „Mit irreführenden Begriffen wie ,Technologieoffenheit' versuchen die Lobbyisten, den Menschen Sand in die Augen zu streuen.“ „Der Verbrennungsmotor ist ein Fall für die Geschichtsbücher. Benzin- und Dieselfahrzeuge schaden der Umwelt und unserer Gesundheit. Daher muss die Politik einen Fahrplan für den raschen Ausstieg aus Verbrennern vorlegen, um eine saubere, klimaschonende und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen“, erklärten Karl Schellmann vom WWF und Johannes Wahlmüller von Global 2000 in einer Aussendung.

Der Termin bei Kurz von ÖAMTC und Co. hing mit einem offenen Brief der Interessensvertreter von Ende März zusammen. Darin forderten sie Kurz auf, „dem von Klimaministerin Leonore Gewessler auf EU-Ebene forcierten Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren entschieden entgegenzutreten“. Unterstützt wird der ÖAMTC unter anderem von den Frächtern, den Automobilimporteuren und Zulieferern wie Bosch, Magna, AVL oder Miba. Auch Investor Siegfried Wolf und KTM-Chef Stefan Pierer setzen sich für den Fortbestand des Verbrennungsmotors ein. (red)

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