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Österreicher bei Motorwahl weiter klassisch © panthermedia/wavebreakmedia

Automotive-Studie 2022: In Österreich bevorzugt die Mehrheit noch immer Verbrennungsmotoren.

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Automotive-Studie 2022: In Österreich bevorzugt die Mehrheit noch immer Verbrennungsmotoren.

Jürgen Zacharias 04.02.2022

Österreicher bei Motorwahl weiter klassisch

Laut einer aktuellen Deloitte Studie stehen Pkw mit Verbrennungsmotoren bei den Österreichern noch immer hoch im Kurs.

WIEN. Im Rahmen der Global Automotive Consumer Study befragt das Beratungsunternehmen Deloitte jährlich Konsumenten zu Entwicklungen in der Automobilbranche. An der diesjährigen Umfrage nahmen 26.000 Personen aus 25 Ländern teil, darunter mehr als 1.000 aus Österreich. Die Umfrageergebnisse verdeutlichen: Elektroautos sind zwar gefragt, die Österreicher präferieren aber nach wie vor herkömmliche Antriebsmodelle.

„In Österreich wollen fast 60 Prozent der Befragten bei ihrem nächsten Autokauf unverändert ein Benzin- oder Dieselauto anschaffen. Lediglich 14 Prozent bevorzugen ein E-Auto“, erläutert Matthias Kunsch, Partner bei Deloitte Österreich. „Damit Österreich bis 2040 die Klimaneutralität erreichen kann, müssen zusätzliche Schritte gesetzt werden. Es muss etwa in den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert und die Ladedauer verkürzt werden.“

Wenn der Kauf eines E-Autos in Betracht gezogen wird, ist der Umweltgedanke der Hauptbeweggrund: 67% der österreichischen Befragten sind der Meinung, dass durch Elektroautos im Kampf gegen den Klimawandel schädliche Emissionen gesenkt werden können. Auch die hohen Tankkosten für Benzin- und Dieselfahrzeuge sind Argumente pro Elektromobilität: „61 Prozent sind der Ansicht, dass sie mit einem E-Auto ihre Treibstoffkosten reduzieren können. Fast ein Drittel entscheidet sich aufgrund des besseren Fahrgefühls für ein E-Auto“, erklärt der Deloitte-Experte.

Die Zahl der Käufer von Benzin- und Dieselfahrzeugen ist in Österreich zwar noch hoch, dennoch steigt langsam die Zahlungsbereitschaft für neue Technologien. „Insgesamt sind über zwei Drittel der Befragten bereit, für alternative Antriebsmodelle tiefer in die Tasche zu greifen – 14 Prozent davon würden sogar mehr als 2.000 Euro zusätzlich ausgeben“, so Kunsch. „Auch für mehr Sicherheit durch neue Technologien sind drei Viertel der Studienteilnehmer gewillt, mehr zu bezahlen.“ In Österreich ist zuletzt vor allem das allgemeine Interesse für Fahrzeuge, die mit dem Internet vernetzt sind, gestiegen, die Bedenken hinsichtlich Datenschutz nehmen ab. Mehr als die Hälfte der befragten Konsumenten ist mittlerweile bereit, persönliche Daten zu teilen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Zeit zu sparen und die Fahrzeugwartung zu erleichtern.

Aus der aktuellen Studie geht außerdem hervor, dass der Großteil der österreichischen Befragten klar auf den Individualverkehr setzt: 36% nützen täglich ihr eigenes Fahrzeug, 33% verwenden es mehrmals pro Woche. Nur in urbanen Regionen sind Carsharing-Fahrzeuge und öffentliche E-Scooter-Angebote bereits seit einiger Zeit auf der Überholspur. „Während in den Städten wie Wien und Linz der Trend boomt, Autos und E-Scooters zu leihen, hat in ländlichen Gebieten das eigene Auto noch einen sehr hohen Stellenwert. Hier zeigt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle“, betont Matthias Kunsch abschließend. (jz)

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