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Parken der Zukunft © Strohecker Architekten (2)

Der Baustart ist für das kommende Jahr geplant – bis 2019 sollen die beiden Garagen fertiggestellt sein.

© Strohecker Architekten (2)

Der Baustart ist für das kommende Jahr geplant – bis 2019 sollen die beiden Garagen fertiggestellt sein.

Redaktion 01.09.2017

Parken der Zukunft

Graz plant den Bau zweier vollautomatischer Parkgaragen nach dem Vorbild der Autotürme des Wolfsburger VW-Werks.

GRAZ. Die Stadt Graz will bis 2019 zwei neuartige Parkhäuser in Bienenstock-Form im Zentrum der Stadt errichten. Das Konzept sieht eines der beiden Parkhäuser unter dem Brunnen am Eisernen Tor nahe dem Jakominiplatz vor, wobei der beliebte Brunnen einen Glasboden bekommen und damit einen Blick auf das darunterliegende Parkhaus ermöglichen soll. Das zweite Parkhaus soll schräg gegenüber neben dem Opernpavillon errichtet werden. Zusammen bieten die beiden „Bienenstöcke” 600 Plätze.

Bürgermeister Siegfried Nagl und sein Stellvertreter Mario Eustacchio präsentierten das „SUP Urban Park System” vor wenigen Tagen bei einer Pressekonferenz in Graz. Die jeweils 300 Stellplätze sollen die angespannte Parkplatzsituation in der Innenstadt entlasten, wobei 150 von ihnen für Carsharing vorgesehen sind und auch ein Ladesystem für Elektro-Fahrzeuge installiert werden soll.
Zwei „Auto-Bienenstöcke” der Parking Technologies GmbH (Palis) sind bereits seit sieben Jahren bei VW im deutschen Wolfsburg im Einsatz. Das System funktioniert automatisch mit einer Art Lift. Der Lenker fährt seinen Wagen in eine Box, und das System verschiebt das Fahrzeug selbstständig auf einen der Stellplätze. Personal ist keines nötig.

Vergleichsweise günstig

Geplant wurden die Parkhäuser vom Architekturbüro Strohecker, im Vergleich zu einer herkömmlichen Tiefgarage seien die Stellplätze deutlich günstiger. Die Kosten belaufen sich beim „SUP” auf rund 25.000 bis 30.000 € pro Platz, bei einer Tiefgarage auf rund 55.000 €. Jenes Parkhaus unter dem Brunnen sei bereits durch Investoren finanziert; bei jenem nahe dem Opernpavillon denke das Architekturbüro an Crowdfunding. (APA)

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