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Seat legt Rekordjahr hin. © Seat

Seats Führungsebene bei der Vorstellung der Finanzergebnisse 2016 in Barcelona.

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Seats Führungsebene bei der Vorstellung der Finanzergebnisse 2016 in Barcelona.

Jürgen Zacharias 30.03.2017

Seat legt Rekordjahr hin.

Der spanische Automobilhersteller konnte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz steigern und ein Betriebsergebnis von 143 Mio. Euro einfahren.

MARTORELL/BARCELONA. Zum ersten Mal seit 2007 darf sich Seat über einen positiven Betriebsgewinn und einen Gewinn nach Steuern freuen. Die spanische VW-Tochter konnte ihren Umsatz 2016 mit knapp 409.000 verkauften Fahrzeugen um 3,2 Prozent auf das neue Rekordergebnis von 8,597 Mrd. € steigern und nach einem minus von sieben Mio. € im vergangenen Jahr ein Betriebsgewinn von 143 Mio. € erzielen. Der Gewinn nach Steuern von 232 Mio. € (2015: sechs Mio. €) stieg durch den Verkauf der Tochtergesellschaft VW Finance S.A. an die VW AG sogar auf 903 Mio. €. Diese Transaktion, die im Rahmen der Strategie des Volkswagen-Konzerns zur Neustrukturierung seiner Finanztöchter unter dem Dach eines einzigen Unternehmens stattfand, brachte Seat einen Veräußerungsgewinn von 671 Mio. €.
 
„Höhere Umsätze sowie stärkere Produktmix- und Kostenoptimierungen ermöglichen es uns, rentabel zu werden. Wir als Team sind sehr stolz auf unsere 143 Mio. Euro Betriebsgewinn“, betonte der Seat-Vorstandsvorsitzende Luca de Meo in Barcelona bei der Vorstellung des Finanzergebnisses. „Seat ist zu einem soliden Unternehmen geworden, das eindeutig den Schritt von der Erholungs- in die Konsolidierungsphase vollzogen hat. Nun bereitet sich Seat darauf vor, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen“, erläuterte Luca de Meo. Außerdem fügte er hinzu: „2017 ist für Seat ein ganz besonderes Jahr. Der 'Ibiza' und der 'Arona' werden diesen Prozess beschleunigen. Wir sind bereit, die nächste Stufe zu erreichen.“
 
Triebfedern für das Umsatzwachstum im zurückliegenden Geschäftsjahr waren laut Angaben des Unternehmens steigende Absätze und ein besserer Fahrzeugmix, wie sich am kommerziellen Erfolg des 'Ateca', des 'Leon' und des 'Alhambra', dreier Modelle mit höherem Ergebnisbeitrag, ablesen lasse. Ebenfalls positiv ausgewirkt habe sich die Integration des Seat Technical Centre (CTS) in die Muttergesellschaft. „Durch diese Umstrukturierung können wir besser auf die technologischen Herausforderungen der Zukunft reagieren und zudem leichter das gestiegene Geschäftsvolumen bewältigen“, so de Meo. Dieses ergibt sich unter anderem auch daraus, dass Seat Components ab 2019 das neue MQ281-Getriebe des Volkswagen-Konzerns herstellen wird.
 
Im laufenden Geschäftsjahr plant Seat weitere Steigerungen, die vor allem das Resultat der größten Produktoffensive aller Zeiten sein soll. So wird im Sommer die fünfte Generation des 'Ibiza' die Händler erreichen, und in der zweiten Jahreshälfte mit dem 'Aroma' ein neuer kleiner SUV am Markt eingeführt. Schon im Vorjahr feierte der 'Ateca' sein Debüt, der überarbeitete 'Leon' ist seit Jänner erhältlich. (jz)

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