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 Shell steigt ins E-Auto-Ladegeschäft ein © Shell

Shell will künftig nicht nur Benzin und Diesel verkaufen, sondern auch Strom für Elektroautos.

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Shell will künftig nicht nur Benzin und Diesel verkaufen, sondern auch Strom für Elektroautos.

Redaktion 19.10.2017

Shell steigt ins E-Auto-Ladegeschäft ein

Der britische Ölkonzern übernimmt mit NewMotion einen der größten Anbieter von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Europa.

LONDON/AMSTERDAM. Bisher hielten sich die großen Ölkonzerne beim Aufbau der Infrastruktur für E-Fahrzeuge zurück. Shell macht aber nun als erster Branchenvertreter einen kräftigen Schritt in den Markt und will künftig auch Strom für Elektroautos verkaufen. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen mit der niederländischen Firma NewMotion einen der größten Anbieter von Ladestationen in Europa übernommen.

Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam bietet mehr als 30.000 Ladestationen für Zuhause oder in Unternehmen in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Großbritannien an und Zugang zu mehr als 50.000 öffentlichen Ladesäulen in 25 Ländern. Rund 100.000 Kunden besitzen eine Kundenkarte von NewMotion, mit der sie die Dienstleistungen des Unternehmens nutzen können. In Österreich kooperiert die Verbund-Tochter Smatrics mit NewMotion.

Der Kauf unterstreiche die Strategie, Kunden Lösungen für ihre Fahrzeuge und deren Nutzung zu bieten, sagte der Chef von Shell Deutschland, Stijn van Els: „Wir wollen unseren Kunden ein passendes Angebot machen.“ NewMotion werde als 100%ige Shell-Tochter ihr Geschäft eigenständig betreiben, jedoch sollen Synergien mit Shell aus der Kombination von Services und Produkten genutzt werden.

Öl- und Gaskonzerne wie Shell, ExxonMobil, Total und Aral/BP haben bisher nur zögerlich in den Aufbau der Infrastruktur für Elektroautos investiert, weil es sich für sie wirtschaftlich nicht lohnte. Das liegt auch daran, dass die Logistik eine ganz andere ist. Benzin-Tankstellen sind auf einen hohen Durchsatz und viele Kunden ausgelegt, E-Autos werden dagegen über Nacht zu Hause, tagsüber auf dem Firmenparkplatz oder zum Beispiel in Hotels, Supermärkten und Parkhäusern aufgeladen. Selbst der kürzeste Ladevorgang an einer Schnellladesäule dauert derzeit noch eine halbe Stunde. (jz)

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