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Peak-Shaving: Ein Teil der benötigten Energie und Leistung kommt bei den Ultra-Schnellladestationen nun aus der Batterie.

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Peak-Shaving: Ein Teil der benötigten Energie und Leistung kommt bei den Ultra-Schnellladestationen nun aus der Batterie.

Redaktion 21.05.2021

Smarter laden

Innovative Lösung: Lokale Batteriespeicher sollen das Stromnetz rund um Ultra-Schnellladestationen entlasten.

WIEN. In den vergangenen Monaten hat der Verbund gleich mehrere lokale Batteriespeicher an Ultra-Schnellladestandorten von Smatrics EnBW in Österreich und Deutschland in Betrieb genommen. Mit dem innovativen Gesamtkonzept für komplexe Herausforderungen der Mobilitätswende ist der Verbund der erste Anbieter am Markt. Im Projekt Synerg-E setzt die Verbund Energy4Business GmbH laut eigenen Angaben „den nächsten Meilenstein auf dem Weg in die Energiezukunft”.

Herausforderung für das Netz

Das Laden von Elektrofahrzeugen wird künftig in immer kürzerer Zeit möglich. Die neuen Ultra-Schnellladestationen liefern bis zu 350 kW Leistung. Das bedeutet, dass in nur fünf Minuten 100 km Reichweite geladen werden können.

Was Autofahrer freut, ist für das Stromnetz mit großen Herausforderungen verbunden. Mit zunehmender Ladeleistung werden für E-Mobilitäts-Ladehubs Netzanschlussleistungen von bis zu 1 MW benötigt. Das Projekt Synerg-E greift diese Herausforderungen und die damit verbundenen hohen Systemkosten für Errichtung und Betrieb von Hochleistungs-Ladeinfrastruktur für Elektromobilität auf und entwickelt neue Lösungen.

Entlastung notwendig

Die Hauptaufgabe der Energie-Kraftpakete ist die Entlastung des Stromnetzes durch „Peak-Shaving”. Wenn E-Autos an Ultra-Schnellladestandorten mit bis zu 350 kW laden, dann kann ab sofort ein Teil der benötigten Energie und Leistung auch aus der Batterie kommen. Damit wird sichergestellt, dass das Stromnetz nicht zu sehr belastet wird und die Netzgebühren im Rahmen bleiben.

In Phasen, in denen keine Ladung an der Ladestation stattfindet, werden die Speicher mit erneuerbarem Strom wieder aufgeladen und deren Flexibilität für Netzdienstleistungen – Regelenergie – eingesetzt; zusätzlich lassen sich die Flexibilitäten der Batterien auch für den Intraday-Markt nutzen.
Durch die intelligente Optimierung und Schwarm-Steuerung über Volery, eine digitale Optimierungsplattform der Verbund Energy4Business GmbH, werden die Batterien zu den günstigsten Zeiten aufgeladen und am Energiemarkt vermarktet.

Optimale Schnittstelle

Die schlaue Steuerung beziehungsweise Überwachung aller Systemkomponenten wie Batterie, Ladestation und Netzanschluss übernimmt das „Smart Grid Management System”. Das vom Verbund Energy4Business-Team maßgeschneiderte System sorgt dafür, dass alle Komponenten optimal miteinander kommunizieren und funktionieren. (red)

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