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Stromer werden alltagstauglich © Adam Opel AG

520 Kilometer mit nur einer Batterieladung? Opel will diese Ankündigung mit dem Ampera-e bald Wirklichkeit werden lassen.

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520 Kilometer mit nur einer Batterieladung? Opel will diese Ankündigung mit dem Ampera-e bald Wirklichkeit werden lassen.

Jürgen Zacharias 08.06.2017

Stromer werden alltagstauglich

Laut einer Analyse der Managementberatung Horváth & Partners konnten Elektrofahrzeuge 2016 bereits durchschnittlich 270 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen. Für 2020 prognostizieren die Berater eine durchschnittliche Reichweite von rund 450 km

MÜNCHEN. Eine der größten Sorgen potenzieller Käufer von Elektrofahrzeugen ist eine zu geringe Reichweite, die mit einer Batterieladung zurückgelegt werden kann. Als Hürde für den Durchbruch der Elektromobilität wird dies jedoch in Zukunft von immer geringerer Bedeutung sein, wie die Managementberatung Horváth & Partners in ihrem jährlichen „Fakten-Check Mobilität 3.0“ feststellte. Denn: Die Reichweiten der neueren Modelle nehmen weiterhin stark zu, Stromer sind damit längst alltagstauglich.
Um den Wert zu ermitteln, gewichteten die Managementberater die Herstellerangaben zur Reichweite mit den jährlichen Verkaufszahlen der entsprechenden Fahrzeuge. 2011 lag der durchschnittliche angegebene Wert bei rund 150 Kilometern, 2014 gelang der Sprung über die 200-Kilometer-Grenze. 2016 erhöhte sich die durchschnittliche angegebene Reichweite aller verkauften Elektrofahrzeuge auf gut 270 Kilometer; dies entspricht einer Steigerung von rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Treiber dieser Entwicklung sind die 2016 neu auf den Markt gekommenen sowie die reichweitengesteigerten, bestehenden Modelle. Das Tesla Model X 100D kann laut Herstellerangaben 565 Kilometer weit fahren, während der BMW i3 Facelift über 300 Kilometer, der Hyundai Ioniq EV über 280 Kilometer und der neue Nissan Leaf (30 kWh) über 250 Kilometer Reichweite verfügen. Auch die 2016er Upgrades der Tesla Limousine Model S tragen zur Steigerung der durchschnittlichen Reichweite bei.

Größer oder effizienter
„Um die Reichweite zu erhöhen, kann entweder eine größere Batterie zum Einsatz kommen – analog zu einem größeren Kraftstofftank beim Verbrenner –, oder die Energie kann effizienter genutzt werden“, stellt Achim Kostron, Automobilexperte bei Horváth & Partners und Co-Autor der Studie, fest. „Energieverbrauch und -dichte haben sich in letzter Zeit nur minimal verbessert. Das heißt, dass die kontinuierlichen Steigerungen, die wir beobachten können, auf den Einsatz größerer Batterien zurückzuführen sind.“

Das reichweitenstärkste Fahrzeug, das Tesla Model S 100D, verfügt laut Herstellerangaben heute schon über eine Reichweite von 632 Kilometer; es sieht alles danach aus, dass sich der positive Trend bei der Reichweite weiter fortsetzen wird, denn Hersteller wie Porsche, Audi, VW, Daimler und Ford haben bis 2020 E-Autos angekündigt, die deutlich über 300 Kilometer Reichweite schaffen werden. Opel verspricht beispielsweise, dass der neue Ampera-e über 520 Kilometer zurücklegen kann. Die Managementberater gehen daher davon aus, dass bis 2020 ein neu zugelassenes reines Elektroauto im Durchschnitt eine Distanz von rund 450 Kilometern mit einer Batterieladung zurücklegen kann. (jz)

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