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Teure Gebrauchte © APA/AFP/Ina Fassbender

Die Nachfrage steigt, das Angebot sinkt – kein Wunder, dass für Gebrauchte immer tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.

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Die Nachfrage steigt, das Angebot sinkt – kein Wunder, dass für Gebrauchte immer tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.

Redaktion 14.10.2022

Teure Gebrauchte

Keine Ende des Preisanstiegs in Sicht: Gebrauchtwagen verteuerten sich von August auf September um 1,4 Prozent.

WIEN. Die Preise für Gebrauchtwagen erreichten im September einen neuen Höchstwert: Wie aus dem AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index hervorgeht, kostete ein Gebrauchtwagen im vergangenen Monat durchschnittlich 27.849 €. Von August auf September legten die Durchschnittspreise damit neuerlich um 1,4% beziehungsweise 377 € zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um 16% beziehungsweise 3.846 €.

Sportwagen-Preise zogen an

Beim Blick auf die Fahrzeugsegmente zeigt sich, dass die Teuerung im September vor allem von älteren Gebrauchten getrieben wurde. So legten Fahrzeuge zwischen fünf und zehn Jahren um 1,9% auf durchschnittlich 21.981 € zu; zehn bis 20 Jahre alte Modelle kosteten fünf Prozent mehr als im Vormonat (Durchschnittspreis: 11.001 €). Mit acht Prozent mehr Nachfrage sind die Autos in dieser Altersklasse auch die Kategorie mit dem stärksten Nachfrageplus. Bei Youngtimern verbuchten Verkäufer eine Wertsteigerung von 2,8% (8.502 €).

Unter den Fahrzeugklassen zogen die Preise vor allem bei Sportwagen auf durchschnittlich 63.564 € und somit 3,7% an. Die zweitstärkste Steigerung gab es bei Vans und Kleinbussen: Der Durchschnittspreis von 24.928 € lag immerhin 1,6% über dem Vormonatswert.

Erdgasautos am billigsten

Allerdings: Im September verteuerten sich nicht alle Antriebsarten. So wurden Hybride mit einem Durchschnittspreis von 45.956 € sogar um 1,5% günstiger angeboten als noch im August. Teurer wurden hingegen gebrauchte Diesel: Interessierte zahlten mit 26.762 € um 1,5% mehr als im Vormonat. E-Autos blieben im September preislich relativ stabil und kosteten durchschnittlich 52.663 €.

Beim klassischen Benziner lag der Preiszuwachs bei einem Prozent, der Durchschnittspreis bei 26.746 €. Noch günstiger fuhr man mit LPG-Autos, die im Schnitt für 17.842 € einen deutlichen Preisrutsch erlebt haben (–7%). Am billigsten waren aber Erdgasfahrzeuge (CNG), die mit 16.718 € um sieben Prozent im Vergleich zum Vormonat günstiger wurden.

Sinkendes Angebot

Übrigens: Im September stellten die Anbieter mit einem Plus von 8,5% deutlich mehr Elektroautos auf AutoScout24 ein. Blickt man auf die anderen Antriebsarten war das Angebot aber eher rückläufig.

So wurden im September rund 20% weniger LPG-Fahrzeuge offeriert, 5,5% weniger CNG-Modelle, 3,6% weniger Benziner, 2,7% weniger Diesel-Fahrzeuge und auch das Angebot an Hybriden reduzierte sich um 1,5%. (red)

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