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Trends im Autojahr © APA/AFP/Ina Fassbender

Relevanter Anteil: Im Jahr 2020 wurden in Österreich 15.972 Elektroautos neu zum Verkehr zugelassen.

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Relevanter Anteil: Im Jahr 2020 wurden in Österreich 15.972 Elektroautos neu zum Verkehr zugelassen.

Redaktion 29.01.2021

Trends im Autojahr

willhaben-Umfrage: Individualverkehr erlangt nach Krise noch mehr Bedeutung, individuelle (E-)Mobilität boomt weiter.

WIEN. Die Automobilbranche hatte vergangenes Jahr mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen; gleichzeitig boomte die Individualmobilität wie schon lange nicht mehr. Michael Gawanda, Head of Auto & Motor bei willhaben, rechnet im laufenden Jahr mit einem Anhalten dieser Trends, aber auch mit einem weiteren Anstieg der Elektromobilität und einem Boom digitaler Fahrzeugabsetzkanäle.

Autonutzung nicht gesunken

„Das Geschäft vieler Händler mag 2020 teilweise stillgestanden sein. Trotzdem wird das Auto auch in Zukunft einen wesentlichen Platz in unserem Alltag haben”, so Gawanda. „Im Rahmen unserer Mobilitätsumfrage wurde das klar ersichtlich. Zwar gaben mehr als 40 Prozent der Befragten an, weniger Kilometer mit Verkehrsmitteln zurückgelegt zu haben, die Autonutzung blieb jedoch zumeist gleich oder stieg sogar an.”

Gawanda rechnet damit, dass der Grad der Mobilität nach der Krise wieder ansteigt – jedoch werde sich die Art ändern. „Knapp 60 Prozent der Teilnehmer unserer Umfrage bestätigten, dass sie sich im Auto besser vor Infektionen geschützt fühlen als in öffentlichen Verkehrsmitteln – und darauf wird zukünftig verstärkt geachtet werden.”

E-Autos stärker nachgefragt

Auswirkungen habe das auch für Autohändler und -anbieter – vor allem in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. So dürfte beispielsweise die Akzeptanz von Auto-Abonnements mit flexiblem Zugriff auf verschiedene Fahrzeuge und Mobilitätsmöglichkeiten steigen; der Autoexperte rechnet zudem mit einem weiteren Anstieg alternativer Antriebe und dabei vor allem der Elektromobilität.

„Elektroautos sind weit mehr als nur Zukunftsmusik und verlassen langsam ihr jahrelanges Nischendasein. Durch die steigende Alltagstauglichkeit werden Stromer jedenfalls noch stärker nachgefragt werden.”

Gezielt auf Kunden eingehen

Eine steigende Akzeptanz sieht Gawanda auch für digitale Absatzmöglichkeiten. Vor allem junge Konsumenten können sich vorstellen, verschiedenste Schritte beim Kauf über das Netz abzuwickeln; dazu zählen unter anderem die Informationssuche, Online-Bewertungen, virtuelle Fahrzeugbesichtigungen oder After-Sales-Services.

„Dort, wo eine vollständige Digitalisierung nicht möglich ist – vor allem bei physischen Besichtigungen und Probefahrten –, können Händler mit hochwertigem Vor-Ort-Service punkten”, so Gawanda.
„Im Zuge dessen müssen Händler ihren Service überdenken, digitale Kanäle einbinden und, wo möglich, noch gezielter auf Kunden eingehen.” (red)

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