AUTOMOTIVE BUSINESS
Umsatz- und Ergebnisplus KTM

KTM darf sich trotz „eines schwierigen Marktumfelds“ auch im ersten Halbjahr 2016 über Zuwächse freuen.

KTM

KTM darf sich trotz „eines schwierigen Marktumfelds“ auch im ersten Halbjahr 2016 über Zuwächse freuen.

Redaktion 25.08.2016

Umsatz- und Ergebnisplus

KTM bleibt im ersten Halbjahr 2016 auf Wachstumskurs – der Umsatz stieg um 19%, der Marktanteil in Europa auf 8,4%.

MATTIGHOFEN. Europas größter Motorradhersteller, die oberösterreichische KTM, hat sich mit einem Umsatz- und Ergebnisplus im ersten Halbjahr von der Wiener Börse verabschiedet - die Notierung endete am 24. Juni. Bis Juni steigerte KTM die Umsatzerlöse laut seinem nun veröffentlichen Halbjahresbericht um 11,1 Prozent auf 572,3 Mio. Euro, und der Absatz kletterte - samt den Verkäufen des indischen Partners Bajaj - um 12,7 Prozent auf 99.734 Fahrzeuge.

Am europäischen Gesamtmarkt konnte KTM damit seinen Marktanteil im Jahresabstand von 8,2 auf 8,4 Prozent erhöhen, und der Marktanteil der 2012 durch KTM von BMW übernommenen Husqvarna beschleunigte sich auf 1,3 (1,0) Prozent. Am US-Gesamtmarkt wuchs der KTM-Marktanteil von 4,6 auf 5,1 Prozent, jener von Husqvarna von 0,7 auf 1,3 Prozent.

Im Detail verkaufte KTM im ersten Halbjahr 76.349 Fullsize-Motorräder, um 5.858 mehr. Davon entfielen 31.229 (+6.894) auf den Offroad-Bereich und 45.120 (-1.036) auf den Street-Sektor. Der Absatz bei Sportminicycles stieg auf 5.961 (+2.822), der Absatz an X-Bows legte auf 47 zu (+29). Weiters wurden bis Juni 17.377 (14.883) KTM-Bikes über den strategischen Partner Bajaj in Indien verkauft. Am größten Einzelmarkt Nordamerika (USA und Kanada) erhöhte sich der Absatz auf 19.135 Fahrzeuge (+4.464), so KTM im Halbjahresbericht.

Im Offroad-Bereich legte der Umsatz um 28,9 Prozent auf 184,5 Mio. Euro zu, bei Sportminicycles um 90,6 Prozent auf 18,8 Mio. Euro. Im Bereich Street sank er um 1,9 Prozent auf 272,3 Mio. Euro. Und mit dem Supersportwagen X-Bow wurde heuer bis Juni ein Umsatz von 2,9 (1,0) Mio. Euro erzielt.

Regional kletterte der Umsatz in Europa um 19,2 Prozent auf 340,1 Mio. Euro, in Nordamerika um 10,0 Prozent auf 147,9 Mio. Euro. In den übrigen Ländern gab es dagegen einen Rückgang um 11,5 Prozent auf 84,3 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 16,5 Prozent auf 81,8 Mio. Euro, und das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 11,7 Prozent auf 56,2 Mio. Euro zu.
Die EBITDA-Marge verbesserte sich demnach auf 14,3 (13,6) Prozent, die EBIT-Marge blieb bei 9,8 Prozent. Vor Steuern stand ein EBT von 51,7 (44,3) Mio. Euro, das Nettoergebnis nach Steuern stieg von 33,3 auf 39,0 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand wuchs seit Ende 2015 - samt Leiharbeitern und externen Dienstnehmern - von 2.515 auf 2.676.

Im Ausblick des Halbjahresberichts heißt es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden sich in einzelnen Märkten weiterhin sehr schwierig gestalten. Während man am nordamerikanischen Motorradmarkt für heuer ein deutliches Wachstum erwarte und auch für Europa „verhalten positiv“ gestimmt sei, seien die Emerging Markets in Südamerika und Asien durch zahlreiche Unsicherheiten gekennzeichnet. „Mittelfristig sehen wir jedoch in den asiatischen Märkten die größten Wachstumschancen“, so der von Unternehmenschef Stefan Pierer geleitete KTM-Vorstand. (red)

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