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Umsatzschub und Gewinnanstieg © Schedl R

KTM Industries-Chef Stefan Pierer blickt optimistisch in die Zukunft und rechnet auch 2016 mit Zuwächsen.

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KTM Industries-Chef Stefan Pierer blickt optimistisch in die Zukunft und rechnet auch 2016 mit Zuwächsen.

Jürgen Zacharias 02.02.2017

Umsatzschub und Gewinnanstieg

Der oberösterreichische Zweiradhersteller KTM darf sich über sein sechstes Rekordjahr in Folge freuen; erstmals konnten mehr als 200.000 Motorräder in einem Jahr verkauft werden.

MATTIGHOFEN/LINZ. Und immer weiter: Der oberösterreichische Zweiradhersteller KTM Industries konnte sich im vergangenen Jahr neuerlich übertreffen. Parallel zu ihrem 16. Sieg in Serie bei der Rallye Dakar präsentierten die Mattighofener zum bereits sechsten Mal in Serie auch neue Rekordzahlen. Das operative Ergebnis legte um acht Prozent auf 122 Mio. € zu, erstmals wurden im Vorjahr mehr als 200.000 Motorräder verkauft. Die Mitarbeiterzahl stieg um 516 auf 5.069 Beschäftigte, 440 davon arbeiten in den USA.

KTM Industries-Chef Stefan Pierer zeigte sich mit den Zahlen zufrieden („alle operativen Bereiche haben 2016 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert“) und blickte bei der Bilanzpressekonferenz in Linz auch zuversichtlich in die Zukunft. Darin werde Elektromobilität eine „fundamentale“ Rolle spielen, so Pierer. Allerdings gebe es bei den Margen noch Verbesserungsbedarf. „Bis dato geht die Marge zum Batteriehersteller. Das ist ungefähr das Tesla-Modell - je mehr man verkauft, desto weniger verdient man.“
 
Die Erlöse wuchsen 2016 um zehn Prozent auf 1,34 Mrd. € und der Nettogewinn um 29% auf 84 Mio. €. Die Investitionen erhöhte die börsenotierte KTM Industries AG, die frühere Cross Holding, um acht Prozent auf 144 Mio. €. Die Eigenkapitalquote sank durch eine starke Bilanzsummen-Ausweitung im Jahresabstand auf 32,4% (32,8%), absolut wuchs das Eigenkapital aber um 16% auf 450 Mio. €. Die Nettoverschuldung konnte um sechs Prozent auf 365 Mio. € zurückgefahren werden, das Gearing verringerte sich auf 81% (100%).

Sehr erfreut zeigte sich Pierer über die Entwicklung von Husqvarna, die defizitär von BMW übernommen wurde. „Ich bin BMW heute noch dankbar, dass sie das Verlustgeschäft abgegeben haben“, lächelte er. (jz)

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